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Schlammflut
Die Fische in der Eger leiden

Nach der Schlammflut der vergangenen Woche prüfen Fachkräfte nun den Fischbestand. Die erste Kontrolle lässt nichts Gutes ahnen.

  • Dr. Thomas Speierl (vorne) und Patrick Türk beim Elektrofischen in der Eger. Foto: Florian Miedl
  • Manfred Popp und Dr. Thomas Speierl von der Fischereifachberatung Oberfranken (vorne von links) prüfen mit Patrick Türk vom Landesfischereiverband Bayern die Fischbestände in der Eger. Foto: Florian Miedl
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Hirschsprung - Dr. Thomas Speierl und Manfred Popp von der Fischereifachberatung Oberfranken und Patrick Türk vom Landesfischereiverband stehen gestern mit Wathosen in der Eger und fischen. Popp trägt ein Aggregat auf dem Rücken, das Strom an einen Käscher legt, eine Anode hängt im Wasser und erzeugt ein Spannungsfeld, das die Fische betäubt - teilweise bis zur Bewusstlosigkeit.

Doch das Prozedere ist nötig. Hier, im Bereich unter dem Fels Hirschsprung, überprüfen die Fachleute, welche Folgen für die Fische die Schlammlawine hat, die sich vergangene Woche aus dem Stausee Leupoldshammer in die Eger ergoss (wir berichteten). Das Fischereirecht hat auf diesem Abschnitt Dr. Harald Stöberer, der inzwischen Anzeige gegen die Kraftwerksbetreiber der Hirschsprung GmbH erstattet hat.

Erfreulich ist die Artenvielfalt in diesem Flussabschnitt, von der Rutte bis zum Bayerischen Lachs ist alles dabei. Die Fische sehen aber nicht gut aus - zwar sind die Kiemen nicht verschlammt, dafür zeigen sich unter anderem Schäden an den Schuppen. "Das Schädigungsbild ist massiv", beklagt Dr. Speierl, "die Fische haben gespreizte Schuppen, Einblutungen, geschädigte Schleimhäute. Der Jungfischbestand ist dünner als in den letzten Jahren." Für diesen Bereich lägen zum Vergleich bereits viele Daten vor. Der feine Schlamm schmirgelt den Fischen geradezu die Schuppen vom Leib. Die Verletzungen können sich entzünden und mit Bakterien zusetzen - das Ende für die Fische. Ein paar nimmt das Expertenteam mit zur genaueren Untersuchung.

Im Spätsommer werden die Fachleute zurückkehren und erneut den Bestand unter die Lupe nehmen - viele Arten haben gerade Laichzeit, erst später wird man genau sagen können, inwiefern die Schlammflut den Fischen nachhaltig geschadet hat. tami

    
    

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Die neuesten Kommentare

13 Kommentare für UNFALL im Wohngebiet

von unbekannt am 01.06.2012 22:14
Nach langer " Beobachtungzeit" muss endlich mal festgehalten werden was die Bevölkerung so interessiert: Unfälle im Wohngebiet ( glücklicherweise ist niemand an seiner Person geschädigt worden) etc. sonstige, durchaus menschliche " Fehltritte".
13 Menschen haben sich die Zeit genommen, (mehr oder weniger)qualifizierte Bemerkungen dazu abgegben. Das Theme "Schlamm drüber" inspiriert leider keinen einen Kommantar zu schreiben. Begreift es niemand, dass solche Eingriffe in die Natur auch über kurz oder lang die " Bevölkerung " treffen? Warum ist es so wichtig, über eine "Person" die vielleicht, wie manch andere krankheitsbedingt einen schlechten Tag hatte? Führerscheinentzug für 50- 60-oder 70ig jährige? Ist das nicht alles etwas kurzsichtig und kleinkariert? Schön wäre es, wenn sich mehr Personen den wirklich wichtigen Themen widmen würden! Die kleinen Fischchen sterben auch mit oder ohne Gift
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Wo bleibt

von Papaschlumpf m am 01.06.2012 20:27
die Anzeige gegen die Betreiber?
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