zuletzt bearbeitet: 14.07.2010 22:44 Uhr
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Ozonwerte erreichen bald die Warnstufe
Die hohen Temperaturen lassen die Werte immer höher klettern. In Kulmbach sind bereits 170 Mikrogramm gemessen worden. Ab 180 gelten besondere Verhaltensregeln.
Landkreis - Es gibt wohl kaum noch jemanden, der nicht unter der Hitze stöhnt. Schweißausbrüche sind schon an der Tagesordnung, wenn man sich nicht bewegt. Wer in diesen Tagen seinen Nachmittag auf einer Baustelle oder auch in einem nicht klimatisierten Büro verbringen muss, ist bis zum Feierabend regelrecht "platt". Doch die Hitze bringt nicht nur Mensch und Tier zum schwitzen und die Ernte in Gefahr: Die anhaltende Hochdrucklage sorgt auch für ein stetiges Ansteigen der Ozonwerte in der Luft. Für Kulmbach wurden, wie für ganz Nordbayern, am Mittwoch Werte bis 170 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft vorausgesagt. Damit ist die Warnstufe, die offiziell bei einem Wert von 180 beginnt, fast erreicht.
In der Nacht sinken die Ozonwerte derzeit noch bis fast auf null, berichtet Klaus Buß, Leiter des Umweltamts in Steinenhausen. Tagsüber allerdings steigen sie dann wieder. Am Montag haben sie einen Wert von maximal 140 erreicht. Der Regenschauer danach hat die Werte am Dienstag auf höchstens 113 Mikrogramm klettern lassen. Der Regenbonus aber ist jetzt vorbei. Wenn das Wetter so bleibt, wird auch das Überschreiten der Warngrenze bald Realität sein. Wie die Werte sich weiter entwickeln, dazu kann Klaus Buß noch keine Prognose abgeben: "Das ergibt sich von Tag zu Tag." Buß verweist auf die Internetseite seines Amts, die topaktuell auch die Kulmbacher Werte auflistet: "Da kann man dann ganz aktuell schauen, ob man jetzt zum joggen gehen sollte oder lieber nicht."
Reizgas für die Lungen
Ozon ist ein Reizgas und dringt tief in die Lunge ein, wo es Entzündungen hervorrufen kann. Je nach Dauer der Belastung und der Konzentration kann es zu gesundheitlichen Auswirkungen wie Husten, Augenreizung, Kopfschmerzen oder auch Lungenfunktionsstörungen kommen. Ärzten empfehlen, dass sich vor allem alte Menschen, Kinder und gesundheitlich geschwächte Menschen ab einer Konzentration von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft schonen sollen. Ab 240 Mikrogramm ergeht eine Warnung an die gesamte Bevölkerung. Dann wird nicht nur empfohlen, körperliche Betätigung im Freien zu meiden, sondern allgemein geraten, so viel es geht in geschlossenen Räumen zu bleiben.
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Die neuesten Kommentare
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Super !!!von unbekannt am 15.07.2010 03:07Selten habe ich einen Artikel gelesen, der so sauber und klar strukturiert ist und dazu noch bestens verständlich. (Als Schriftsteller darf ich mir diese Beurteilung vielleicht erlauben.) Meinen Glückwunsch! Das sollten mal die Herrschaften von SPIEGEL o.ä. lesen! |
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