Frankenpost

Kontakt Impressum als Startseite Sitemap
Suche
Ressort Rehau
Erschienen am 06.06.2009 00:00
WECHSEL NACH FREISING
Diakon sagt Rehau ade
Von Susanne Glas
Rehau - Diakon Norbert Pühler verlässt die evangelische Kirchengemeinde Rehau. Gut fünf Jahre nach Dienstantritt schnürt er auf eigenen Wunsch sein Bündel und tritt am 15. Juli eine Stelle in Freising an.
fpha_am_norbert_060609 Bild vergrößern
Vier Wochen schaut Diakon Norbert Pühler noch aus dem Fenster des evangelischen Gemeindehauses in Rehau. Auf eigenen Wunsch packt er danach seine Koffer und tritt eine Stelle in Freising an. "Ich gehe nicht in Ärger", betont er. Ganz leicht sei es in der letzten Zeit aber auch nicht gewesen. Foto: Susanne Glas
Bild:  

Rehau - Diakon Norbert Pühler verlässt die evangelische Kirchengemeinde Rehau. Gut fünf Jahre nach Dienstantritt schnürt er auf eigenen Wunsch sein Bündel und tritt am 15. Juli eine Stelle in Freising an.

"Ich gehe nicht in Ärger", sagt der 43-Jährige, und der aufmerksame Zuhörer spürt, dass ihm an dieser Äußerung gelegen ist. Und doch wisse er seit einer geraumen Weile: "Meine Art und Weise ist einfach nicht die der Rehauer." Die Stadt - und damit auch die Kirchengemeinde - habe ihre ganz eigene Prägung, sei ein ganz spezielles System. Er habe lange überlegt, ob er sich dieser Prägung anpassen sollte oder nicht, und sei zu dem Schluss gekommen: "Im Grunde passen wir nicht zusammen!" Einzelteile dieses Systems, die Kinder- und Jugendarbeit beispielsweise, "passen prima", aber das System als Ganzes koste ihn eher Kraft, als dass es ihm welche gebe. Die Organisation der Abläufe sei teilweise beschwerlich, "weil es hier zu allem einen Chef braucht, der sagt, wo es langgeht", sagt er. Er sei aber nicht dieser "Chef", er arbeite einfach gerne mit Menschen zusammen, im Schulterschluss, statt zu dirigieren. "Ich würde mich freuen, wenn sich die Menschen trauen, Aufgaben zu übernehmen. "Aber hier darf man sich irgendwie nicht so richtig trauen."

Dazu komme, dass er im vergangenen Jahr schwer erkrankt sei und Prioritäten setzen musste - und wollte. "Deshalb das Versetzungsgesuch", sagt er. Obwohl es bislang noch keinen Nachfolger gibt, sei er zuversichtlich, dass das Gemeindeleben auch ohne seine Hilfe auf gesunden Füßen stehen bleibt. Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gebe es jede Menge engagierte Helfer, die sich um die Fortführung dessen, was er aus- und aufgebaut hat, kümmern. So sei erst jüngst eine Gruppe für Vorschulkinder gestartet worden, die sich ebenso großen Zuspruchs erfreue wie die Gruppen für Grundschüler, Teenies und älteren Jugendliche. "Ich freue mich, dass die Gruppen auch untereinander gut verbunden sind", sagt Pühler, der sich neben der Jugendarbeit in der Vergangenheit auch um einzelne Dienste wie die Organisation von Konfirmandenfreizeiten und Gemeindefesten sowie die Gestaltung von Gottesdiensten gekümmert hat.

Ganz wird er Rehau Mitte Juli übrigens noch nicht den Rücken kehren. Zum einen kehrt er für eine Freizeit zurück, zum anderen findet sein Abschiedsgottesdienst, den er selbst hält, erst am Sonntag, 26. Juli, um 9.30 Uhr in der evangelischen Pfarrkirche St. Jobst statt.

Bis dahin heißt es Abschied nehmen - "mit einem lachenden und einem weinenden Auge", wie er sagt. "Ein anderer Diakon kann und wird sich hier sicher wohlfühlen."

 
 

Artikel drucken Drucken| Artikel speichern Speichern| Artikel versenden Versenden Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Myspace mit Twitter versenden Bookmark bei: StudiVZ Bookmark bei: Google
 
 
 
 

Kommentare zum Artikel

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Bitte melden Sie sich an:

 
 
 

 
 
Gesundheitsführer
Gesundheitsführer Münchberg/ Helmbrechts
Besser bauen - schöner wohnen
 
 
DIE KINDERZEITUNG
 
 
 
Umfrage

Grünes Licht für das Milliarden-Sparpaket: Fürchten Sie Einschnitte?

Ja, das wird sicher jeden treffen.
Nein, das geht doch mich nichts an.

weitere Umfragen