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Erschienen am 02.06.2009 00:00
MIT BILDERGALERIE
So wichtig wie der eigene Geburtstag
Pfingsttagung | Trotz kühler Witterung sind wieder Tausende Christen der Einladung des CVJM nach Bobengrün gefolgt. Große Teile des dreitägigen Treffens wurden in Wort und Bild live im Internet übertragen.
Von Joachim Dankbar
Bobengrün - "Für viele wäre Pfingsten ohne Bobengrün wie ein Geburtstag ohne Feier" - die neue Bayreuther Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner hat bei ihrem ersten Besuch der CVJM-Pfingsttagung auf Anhieb den richtigen Ton getroffen.

Bobengrün - "Für viele wäre Pfingsten ohne Bobengrün wie ein Geburtstag ohne Feier" - die neue Bayreuther Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner hat bei ihrem ersten Besuch der CVJM-Pfingsttagung auf Anhieb den richtigen Ton getroffen. Was ihr nicht allzu schwer gefallen sein kann, denn wie Greiner erläuterte, ist sie in Württemberg selbst in der Tradition des pietistisch ausgerichteten Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) groß geworden. Auch das nachfolgende Theologiestudium habe sie nicht vom Glauben abfallen lassen. Ausdrücklich bekannte sie sich zu ihren pietistischen und evangelikalen Wurzeln. Gleichzeitig warb sie aber um ein Miteinander von freien Christengruppen und Landeskirche, da sich persönliche Frömmigkeit und ein weiter Horizont nicht widersprächen.

Für einen weiten Horizont im konkreten Sinne des Wortes hat in Bobengrün in den letzten Jahren schon die Natur gesorgt. Heftige Stürme fegten über das Versammlungsgelände über dem Froschbachtal und fällten die Bäume, unter denen Tausende von Besuchern in den letzten 60 Jahren saßen. Dabei ist eine faszinierende grüne Arena entstanden, die sich die Veranstalter für die Zukunft erhalten wollen. Die Besucher genießen in Bobengrün nicht nur den freien Blick auf den Himmel, sondern von allen Teilen des Geländes auch auf die Bühne mit den Rednern. Gleich gegenüber auf dem - gleichfalls entwaldeten - Nachbarhügel erhebt sich
seit diesem Jahr ein 21 Meter hohes Aluminiumkreuz, das auf das Pfingsttreffen hinweisen soll.

Obwohl der Wind am Pfingstsonntag reichlich kühl über das Tagungsgelände zog und sich die Sonne nur für Minuten zeigte, waren wieder Tausende in den Frankenwald aufgebrochen, denen die Pfingsttagung ein ebenso wichtiges Ereignis wie der eigene Geburtstag ist. Ein langer Zug von Besuchern zog sich am Sonntag auf den Hügel hinauf, fast alle beladen mit einem Campingstuhl oder wenigstens einer wetterfesten Decke. Denn noch immer ist es so, dass man sich in Bobengrün selbst um seine Sitzgelegenheit kümmern muss. Wer es nicht tut, dem bietet die Natur immerhin noch einen Sitzplatz auf einem Felsen oder einem Baumstumpf an.

Sportlichen Ehrgeiz hatten viele Besucher der Pfingsttagung schon bei der Anreise gezeigt. So radelte eine 40-köpfige Gruppe aus Forchheim den ganzen Weg hinauf in den Frankenwald. Noch weiter hatte es ein Besucher, der von Stuttgart mit dem Fahrrad nach Bobengrün gefahren war.

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Die Zahl der Dauerbesucher bezifferte Mitverantwortlicher Werner Baderschneider auf 2000, rund 100 mehr als im Vorjahr. Insgesamt dürften es wohl wieder über 10 000 Menschen gewesen sein, die an einer der vielen Veranstaltungen des dreitägigen Treffens teilgenommen haben. In ihrer Mehrzahl waren sie aus dem gesamten süddeutschen Raum sowie aus Sachsen und Thüringen gekommen. Besonders freute sich Baderschneider darüber, dass seit Jahren immer mehr Familien über Pfingsten nach Bobengrün kommen. So nimmt das eigene Zeltlager für Familien einen immer größeren Raum ein.

Ein beliebter Treffpunkt für CVJM-Gruppen ist das Jungenzeltlager im Froschbachtal, wo am Wochenende rund 60 Mannschaften eine Meisterschaft in der Sportart Indiaca ausspielten. Rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgten sich um das Wohl der Besucher. Fast 50 von ihnen waren dafür verantwortlich, dass die Bibeltexte und Reden in jedem Winkel des Tagungshügels zu empfangen waren. Und nicht nur das: Wesentliche Teile der Tagung wurden in Bild und Ton live im Internet übertragen. So dürfte das Pfingsttreffen auch noch einige Tausend virtuelle Besucher gehabt haben.

Schon an der Auftaktveranstaltung hatten rund 4000 Christen teilgenommen, bei der Festversammlung am Sonntagnachmittag waren es weit mehr. Wobei die Veranstalter wenig Wert auf große Zahlen legen. Schließlich geht es Bobengrün vorrangig um die persönliche Begegnung mit Gott. Anders als bei Kirchentagen der Landeskirche spielen aktuelle Bezüge zum Zeitgeschehen, wie etwa zur Finanz- und Wirtschaftskrise, eine allenfalls untergeordnete Rolle. In auch für Kirchenbesucher ungewohnter Offenheit und Direktheit berichteten die Hauptredner der Tagung wie Dr. Andrzej Turkanik und Heinz Spindler von ihrer Bekehrung und ihren Erfahrungen mit Gott.

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Mit warmem Beifall wurde Dr. Dorothea Greiner bei ihrem ersten Besuch als neue Bayreuther Regionalbischöfin in Bobengrün empfangen.
Bild:  
 
 

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