![]() |
|
|
|
||
Selbitz - Nach seiner "Nailaer Studie", die 2004 für Aufsehen gesorgt hat, tritt der Allgemeinmediziner Dr. Horst Eger aus Naila nun mit dem Ergebnis einer weiteren Untersuchung an die Öffentlichkeit: der "Selbitz-Studie". Anders als vor sechs Jahren, als aus den Strahlungsstärken einer Mobilfunkanlage in Naila Rückschlüsse auf bereits registrierte bösartige Tumor-Erkrankungen gezogen worden waren, ging es Eger dieses Mal im wenige Kilometer entfernten Selbitz um Symptome von Krankheiten - genauer darum, herauszufinden, ob Mobilfunk Einfluss auf die Beschwerden hat.
Das Interesse galt den Auswirkungen einer Anlage auf dem Dach des städtischen Wohnhauses Feldstraße 28/30, auf dem zwei Funkmasten der Unternehmen O2 und E-Plus installiert sind. Und so wurden Anfang vorigen Jahres 1080 Fragebögen an Selbitzer Bürger verschickt, die allesamt über achtzehn Jahre waren und die der Geschlechts- und Altersstruktur der Erwachsenen in der 4600-Einwohner-Stadt entsprachen. Die Aktion fand in enger Abstimmung mit Bürgermeister Klaus Adelt und in Zusammenarbeit mit den Selbitzer Ärzten Dr. Manfred Jahn, Dr. Irmgard Müller, Dr. Max Feldwieser, Dr. Stefan Richter und Sabine Berkowski sowie den Schauensteiner Medizinern Dr. Klaus Brömel und Dr. Mirsada Prozder statt.
88 Symptome von 0 bis 5
Die Befragten wurden in fünf Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe wohnte bis zu 100 Meter von der Mobilfunkanlage entfernt, die zweite zwischen 100 und 200 Meter, dann zwischen 200 und 300 Meter, 300 und 400 Meter und ab 400 Meter, das war die "Kontrollgruppe". Den Probanden war diese Vorgehensweise bewusst nicht klargemacht worden, um eine Beeinflussung von vornherein zu vermeiden.
Nach gut einem Monat, im Februar 2009, war die Aktion beendet. 251 Bürger, knapp 25 Prozent der Adressaten, hatten die Fragebögen zurückgesandt. Für Eger eine beachtliche Zahl, denn immerhin mussten sich die Testpersonen Mühe machen: Insgesamt 88 Gesundheitsbeschwerden waren auf einer sechsstufigen Steigerungs-Skala zwischen 0 und 5 abgefragt worden - von Schlafprob-lemen, chronischer Erschöpfung, Kopfschmerz, Nervosität, Hitzegefühl, Gereiztheit, depressiver Stimmung und Panikattacken bis hin zu Konzentrationsstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, allergischen Reaktionen, Herzrasen, Erhöhung des Blutdrucks, Schwindelgefühl, Augenproblemen und Verdauungsstörungen.
Jetzt sind die Fragebögen aus-gewertet. Für Dr. Eger und die sieben beteiligten Kolleginnen und Kollegen ist das Resultat eindeutig: Je näher die befragten Bürger an der Mobilfunkanlage wohnen, desto stärker sind ihre Beschwerden. Konkret: Die vier Gruppen in einem Radius bis zu 400 Metern um die Funkmasten - zusammen 180 Menschen - weisen im Gegensatz zu der weiter entfernt lebenden Kontrollgruppe (71 Bürger) bei folgenden der abgefragten Symptome deutlich ausgeprägte Krankheitsmerkmale auf: Schlafstörungen, Depressionen, gestörte Hirnfunktionen, Gelenkbeschwerden, Infekte, Hautveränderungen, Störungen des Herz-Kreislauf-, des akustischen und optischen wie des Hormonsystems und auch des Magen-Darm-Trakts.
Die sogenannte Feldstärke der Mobilfunkstrahlung betrug im 200-Meter-Kreis um die Anlage durchschnittlich 1,17 Volt pro Meter, zwischen 200 und 400 Meter 0,7 V/m und ab 400 Meter 0,18 V/m. Durchweg unterschritten die Werte das gesetzlich festgelegte Höchstlimit deutlich - und doch gab es eine ganze Menge "signifikanter" Beschwerden: Diese Feststellung als Ergebnis des angewendeten Testverfahrens sagt aus, dass die Mikrowellen mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent schädigenden Einfluss auf das Nervensystem des Menschen haben.
Im rechtlichen Sinn ist das noch kein Beweis. Um den antreten zu können, schlägt Dr. Eger vor, die Selbitzer Mobilfunkanlage für einige Monate abzuschalten, ohne die Bürger darüber zu informieren, dann wieder in Betrieb zu nehmen - und eine erneute Untersuchung für den Zeitraum der Stilllegung zu starten. "So hätten wir die optimale Möglichkeit des Vergleichs. Das wäre die beste Kontrolle." Fest steht für den Arzt als Konsequenz der Studie: "Die deutschen Grenzwerte sind viel zu hoch. Sie müssen dringend überprüft werden."


Drucken
Speichern
Versenden





)Darum noch mehr Autos, Sendemaste .Atomkraftwerke, Genfutter, ect.ect.Aber lasst Euch dann bitte nicht behandeln denn das kostet mein Steuergeld.....und das ist es mir nicht wert....die zu unterstützen von meinen sauer verdienten Geld! har har har








