Bayreuth - Die Kampagne ist auf fünf Jahre angelegt und reicht von aufwändigen TV-Spots, über Radio- und Anzeigenkampagnen bis hin zu umfangreichen Internetpräsenzen. Mit dabei ist auch die Handwerkskammer für Oberfranken, die sich mit zahlreichen regionalen Aktionen an der Kampagne beteiligen wird. Offizieller Start ist der 16. Januar um 20.14 Uhr mit einem zeitgleich ausgestrahlten TV-Spot auf sämtlichen privaten Fernsehstationen.

Ohne Handwerk keine Mobilität: In Oberfranken gibt es rund 850.000 Autos und motorisierte Zweiräder, die jedes Jahr vom Handwerk gewartet und repariert werden.
Bild: Stephan Herbert Fuchs
"Ich bin überzeugt davon, dass die Kampagne einen Imagewandel beim Handwerk hervorrufen wird", sagt Dr. Bernd Sauer von der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken. Dem Handwerk gehe es nicht allein darum, als bedeutender Wirtschaftszweig wahrgenommen zu werden, sondern auch darum, den Nachwuchs für die Zukunft zu sichern. Ziel der Kampagne sei es deshalb auch, das oft nicht mehr zeitgemäße Bild vom Handwerk an die Realität des modernen Wirtschaftszweigs anzupassen. "Die Kampagne soll die Vielfalt des Handwerks bekannt machen."
Allein in Oberfranken wartet und repariert das Handwerk nach Angaben der Kammer pro Jahr 850 000 Fahrzeuge und sorgt mit seinem Servicenetz dafür, dass sämtliche rund 285 000 Wohngebäude in Oberfranken ihren Bewohnern auf Dauer Behaglichkeit und Komfort geben - egal ob es um Heizung, Dach, Strom oder Energiemodernisierung geht - und das ganze natürlich auf dem jeweiligen Stand der Technik. Das Handwerk stehe aber auch für oberfrankenweit drei Millionen Haarschnitte und 600 000 Brillen jährlich.
Hintergründig und witzig
Dennoch sei es gerade jungen Leuten oft nicht bewusst, dass diese Bereiche alle dem Handwerk angehören. Nicht einmal jeder zweite 14- bis 18-Jährige bringe das Handwerk etwa mit dem Bereich Klimaschutz in Verbindung, obwohl derzeit allein im Regierungsbezirk rund 200 000 Wohnimmobilien zur Energiemodernisierung anstehen.
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Als weiteres Ziel der Kampagne bezeichnete es Sauer, bei Handwerkern den Stolz auf ihren Beruf zu stärken und ein neues "Wir-Gefühl" über alle Branchen hinweg zu schaffen. Den regionalen Auftakt der Kampagne bildet eine Autoaufkleberaktion, bei der öffentlichkeitswirksam in sämtlichen Städten des Bezirks die Fahrzeuge von Handwerkern mit dem neuen, noch streng geheimen Logo versehen werden sollen. "Das Handwerk besitzt den größten Fuhrpark Deutschlands", so Sauer. Dies soll künftig auch sichtbar werden. Termine für die Aktionen sind unter anderem für den 19. Januar in Hof und Marktredwitz, 20. Januar in Coburg und Kulmbach, 21. Januar in Kronach, 25. Januar in Lichtenfels und 28. Januar in Forchheim und Bayreuth.
Daneben ist geplant, an zahlreichen Kammergebäuden und Baugerüsten überdimensionale Plakate und Textilbanner zu positionieren, die auf hintergründige und witzige Art und Weise auf die Bedeutung des Handwerks aufmerksam machen.
10 Millionen Euro pro Jahr
Die Imagekampagne soll auch bei den Messepräsentationen der Kammer sowie bei den Maestro-Handwerkermärkten eine wichtige Rolle spielen. "Jeder Lehrling und jeder Meisterschüler, der ab Mitte Januar zu uns kommt, wird über die Imagekampagne informiert, den Imagefilm sehen und einen Aufkleber für sein Fahrzeug bekommen", so HWK-Vizepräsident Matthias Graßmann.
Entwickelt wurde die Imagekampagne des deutschen Handwerks von der renommierten und vielfach ausgezeichneten Berliner Kommunikationsagentur Scholz & Friends. Die Kosten beziffert die Kammer auf zehn Millionen Euro pro Jahr. Allein die Versandaktion der Werbematerialien gilt der Agentur zufolge als logistische Meisterleistung. Über 987 000 Starterpakete sollen Anfang Februar per Post an alle Kammern und Betriebe in Deutschland gehen.


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