0:1 gegen Vilzing Hof verliert nach großem Kampf

, aktualisiert am 17.10.2021 - 11:54 Uhr

Mit großem Kampfgeist gehen die  Fußballer des Bayernligisten SpVgg Bayern Hof gegen DJK Vilzing zu Werke: Nach 90 Minuten  müssen sie sich dem Tabellendritten dann aber doch knapp mit  0:1 (0:0) geschlagen geben. Dabei hatten sie etliche Male den Ausgleich auf dem Fuß.

Hof - Das Spiel war noch keine Minute alt, da sah Kyndl schon den gelben Karton. Er hatte an der Seitenlinie fast auf Höhe der Mittellinie etwas übermotiviert den Vilzinger Schwander von den Beinen geholt. Möglich, dass die Aktion des Hofer Torjägers auch der Intention entsprang, gleich mal ein Zeichen zu setzen -  an Mitspieler und Gegner:  Hey, wir wollen hier heute was holen!

In der Folge übernahmen aber erst einmal die Gäste aus Vilzing die Initiative – mit der Souveränität und dem Selbstbewusstsein einer Mannschaft, die sich ihrer Stärken bewusst ist.  Immerhin waren die Oberpfälzer als Tabellendritter angereist. Und eine ihrer Stärken ist zweifellos im Offensivspiel zu suchen, 34 Treffer legen dafür Zeugnis ab.

38 Tore mussten die Hofer im Verlauf der bisherigen Bayernliga-Saison einstecken. Lange brauchte der Hofer Trainer Pribyl, ehe er seine Startelf gefunden hatte, doch zwangen zuletzt Verletzungen und Ausfälle immer wieder zu Veränderungen. Auch dieses Mal fielen mit Schraps und Knoll wichtige Stützen aus, unter der Woche krank, nahmen sie nur auf der Bank Platz.  Pribyl war zu einem größeren Umbau der Mannschaft gezwungen: Preißler kehrte nach seiner Rotsperre ins Tor zurück, in der Viererkette ließ er Seifert, Ismail, Kasper und Schubert verteidigen. Schmidt rückte neben Feulner ins Mittelfeld, in dem außen Frey und Drewanz ackerte. In der vorderen Linie kam Saalfrank zu seinem Startelf-Debüt. 

Hof arbeitete über weite Strecke der ersten Hälfte sehr gut gegen den Ball. Vilzing war zwar feldüberlegen und erspielte sich – vor allem über die rechte Seite über Hoch und Kouame zu einigen Aktionen, die Gefahr vor dem Tor heraufbeschworen, aber Torwart Preißler und die neuformierte Hofer Abwehr hatten letztlich alles im Griff.

Und was ging für die Gastgeber nach vorne? Zu mehr als zu Nadelstichen reichte es nicht – immerhin gilt Vilzing ja auch als sehr abwehrstark. Aber: Bei Distanzschüssen von Kyndl (12. Min.) und Frey (24.) musste sich DJK-Keeper Putz mächtig strecken, um einen Treffer zu verhindern. Torlos ging es in die Kabinen.

Wie so oft begann Hof nach dem Seitenwechsel sehr engagiert im Vorwärtsgang. Vilzing zeigte sich jedoch unbeeindruckt – und konterte. Jünger lief quer zum Strafraum und zog mit dem linken Fuß hoch ins Toreck ab. Preißler reckte sich vergebens – 0:1.

Die Gelb-Schwarzen schüttelten sich nur kurz – und versuchten danach mit Kampf und Leidenschaft auszugleichen. Und sie hatten ihre Chancen. Schmidt nach schönem Solo aus 16 Metern (50.), Frey, der wenige Meter vor dem Tor verzog (59.), Drewanz, dessen Distanzschuss von Putz entschärft wurde (64.) und abermals fischte der DJK-Keeper einen schönen Frey-Freistoß aus dem Winkel. Die folgende Ecke brachte den vermeintlichen Ausgleich. Feulner traf per Kopf ins Netz, doch der Linienrichter sah ein Foulspiel im Fünfmeterraum, sodass Schiedsrichter Roloff die bereits an der Eckfahne jubelnden Hofer damit erschreckte, dass er dem Treffer die Anerkennung verweigerte.

Pribyl versuchte in den letzten 20 Minuten noch einmal alles, um den Offensivdruck zu erhöhen. Er ersetzte Saalfrank und Drewanz mit Knoll und Gashi. Und er brachte schließlich auch noch Schraps für Schubert. Die Gäste hatten mittlerweile ihre Souveränität und Sicherheit verloren, das Spiel war mittlerweile ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Und das blieb es, auch wenn Hof die letzten zehn Minuten in Unterzahl anrannte, Kyndl erhielt die Ampelkarte.

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SpVgg Bayern Hof: Preißler – Kasper, Ismail, Schmidt, Frey, Seifert, Saalfrank (69. Knoll), Feulner, Drewanz (69. Gashi), Kyndl, Schubert (79. Schraps).

DJK Vilzing: Putz – Wolf, Dantscher, Kouame (46. Milicevic), Jünger, Müller (79. Pfab), Trettenbach (69. Wendl), Kufner, Hoch, Schwander (87. Kufner), Luge (90. Kordick).

Schiedsrichter: Roloff (Nürnberg).

Zuschauer: 350.

Tor: 48. Min. Jünger 0:1.

Gelb-Rote Karte: Kyndl (79./Hof wegen Meckerns), Schmid(90.+1/Hof wegen Meckerns)
 

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