A9 Schleuser mit sechs arbeitsuchenden Ukrainern

Die Beamten erstatteten Strafanzeige gegen die Ukrainer – Symbolbild. Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Eine Streife der Bundespolizei Selb hat auf der A9 einen Schleuser mit einer schlechten Ausrede erwischt.

Münchberg - Eine Streife der Bundespolizeiinspektion Selb deckte am Freitagvormittag eine Einschleusung von Ukrainern auf. Die zivilen Beamten hatten gegen 9 Uhr einen Kleintransporter mit polnischer Zulassung am Münchberger Autohof an der A9 kontrolliert. Wie die Bundespolizei berichtet, waren in dem Fahrzeug sieben ukrainische Staatsangehörige im Alter zwischen 27 und 47 Jahren unterwegs. Sie wollten nach eigenen Angaben zwei Tage Urlaub in den Niederlanden machen.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurden jedoch neben Arbeitskleidung auch zahlreiche Arbeitsutensilien entdeckt. Kleidungsstücke für eine Sightseeing-Tour oder finanzielle Mittel für eine paar erholsame Urlaubstage im Ausland fehlten allerdings.

Die Männer erhielten nach Abschluss der Ermittlungen eine Strafanzeigenerstattung nach dem Aufenthaltsgesetz. Im Anschluss wurden die Ukrainer schriftlich aufgefordert, Deutschland unverzüglich wieder zu verlassen. Gegen den ukrainischen Fahrer wurden Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen.

 
 

Bilder