Auf Autobahn Völlig eingedrückt: Lkw kracht in Pannen-Auto

Das vorsichtige Verhalten bei einer Panne auf der Autobahn rettete am Dienstag einem 22-Jährigen aus dem Landkreis Kronach wohl das Leben.

A93/Thiersheim - Der junge Mann hatte auf der A93 bei Thierstein an seinem Mercedes eine Reifenpanne und war auf den Seitenstreifen gefahren, wie die Polizei berichtet. Er verständigte einen Pannendienst und stellte sich trotz der winterlichen Temperaturen hinter die Leitplanke, um dort das Eintreffen abzuwarten.

Es dauerte einige Minuten, als sich ein Sattelzug näherte, der von einem 57-jährigen Berufskraftfahrer aus Thüringen gesteuert wurde. Ohne ersichtlichen Grund und nahezu ungebremst fuhr der 40-Tonner dem Heck des stehenden Pannenfahrzeugs mit fast 100 km/h hinten auf und katapultierte es nach rechts. Quer zur Fahrbahn blieb der völlig eingedrückte Mercedes-Kleinwagen schließlich demoliert liegen.

Dem 22-Jährigen Pannenfahrer fielen bei dem Geschehen die Teile des eigenen Fahrzeugs buchstäblich um die Ohren. Verletzt wurde der junge Mann wie durch ein Wunder jedoch nicht. Der massive Aufprall verursachte ein größeres Trümmerfeld und eine Ölspur auf der Fahrbahn und löste einen Einsatz der Feuerwehren aus Thiersheim und Thierstein aus. Auch ein Rettungsfahrzeug sowie Personal der Autobahnmeisterei waren vor Ort. Polizeilich wurde die Unfallstelle von fünf Streifen der Autobahnpolizei aus Hof sowie der Polizei aus Marktredwitz betreut.

Eine zufällig vorbei gekommene 17 Mann starke Einheit der Bundeswehr aus Oberviechtach hielt kurzentschlossen an und unterstützte die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle. Der ursprünglich für die Reifenpanne angerufene Abschleppdienst musste nun das Auto-Wrack aufladen, aber auch der Sattelzug des Unfallverursachers musste abgeschleppt werden.

Nach einer halbstündigen Totalsperrung des Verkehrs in Richtung Norden und einer weiteren teilweisen Sperrung konnte schließlich der Verkehr um 14 Uhr wieder freigegeben werden. Die Beamten notierten in ihrem Bericht einen Schaden von 25.000 Euro und leiteten gegen den Unfallfahrer ein Bußgeldverfahren ein.

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