Antrag aus Rehau Zum ersten Mal Jugendsozialarbeit in einer Realschule

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Das ist ein Novum im Landkreis Hof. Zur Begründung nennt die Schulleitung eine Reihe „belastender Faktoren“.

Die Staatliche Realschule Rehau hat beim Landkreis Hof einen Antrag auf „Jugendsozialarbeit an Schulen“ gestellt. „JaS“ ist eine Kooperationsleistung der Jugendhilfe, die sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler in der Persönlichkeitsentwicklung unterstützen soll. Damit hat zum ersten Mal im Landkreis Hof eine Realschule einen JaS-Antrag gestellt, wie Kreisjugendamtsleiter Gerhard Zeitler im Jugendhilfeausschuss berichte. In Oberfranken sind bisher nur zwei Realschulen mit JaS ausgestattet.

Die Schulleitung erklärt in ihrem Antrag, junge Menschen aus zehn Nationen besuchten die Rehauer Realschule. Damit verbunden seien unterschiedliche religiöse und kulturelle Hintergründe; belastende Faktoren seien zum Beispiel eine deutliche Zunahme von Problemen im „sozio-emotionalen Bereich“, bei der Erfüllung der Schulpflicht und bei der „Konfliktbewältigung im zwischenmenschlichen und im familiären Umfeld“.

Die Regierung von Oberfranken stehe dem Antrag offen gegenüber, berichtete Zeitler, und auch die Stadt Rehau befürworte ihn; sie würde die Sachkosten übernehmen. Die im Nachbargebäude untergebrachte Grund- und Mittelschule ist bereits mit einer halben Stelle für Jugendsozialarbeit ausgestattet. Wegen der räumlichen Nähe könnte man diese nun zu einer Vollzeitstelle umwandeln. Möglich sei auch die Schaffung einer weiteren halben Stelle.

Der Ausschuss stimmte dem Antrag zu: Am 1. September soll an der Realschule die Jugendsozialarbeit beginnen. Die Kosten für die halbe Stelle trägt größtenteils der Landkreis. Die Realschule Rehau wird derzeit von 485 Schülerinnen und Schülern besucht, sie kommen auch aus Hof, Schwarzenbach an der Saale, Oberkotzau, Döhlau, Regnitzlosau, Gattendorf, Weißdorf und aus dem Landkreis Wunsiedel.

Förderung für „Blackhouse“

Für die Einrichtung des neuen Jugendzentrums „Blackhouse 26 “ in Schwarzenbach an der Saale – Träger ist der Kreisjugendring – genehmigte der Ausschuss rückwirkend eine Zuwendung von 5485 Euro. Oliver Geipel, bis Anfang April Vorsitzendes des Kreisjugendrings, berichtete von einer „phänomenalen Auslastung“ des Jugendzentrums. H.K.

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