Die schönste Attraktion jedoch bemerkt man erst auf den zweiten Blick. Der Karpfenteich von Pächterin Rosemarie Krist ist nämlich kein gewöhnlicher. Man könnte ihn schon fast als Streichelzoo bezeichnen. Immer wenn man sich dem Teich nähert, beginnt es im Wasser freudig zu planschen. Die rund 150 Karpfen kennen keine Scheu, strecken ihre Köpfe aus dem Wasser und schnappen schmatzend nach dem Futter. Sogar streicheln lassen sie sich. Man könnte fast meinen, es sei Dankbarkeit, die die Fische damit zum Ausdruck bringen. Denn geschlachtet wird hier nämlich keiner der Fische. Seit neun Jahren leben die Tiere im Teich der Forellenmühle, so alt sind hier auch die ältesten Karpfen. Die Fische führen ein Leben wie Gott in Frankreich, werden gehegt und gepflegt. Im Pavillon inmitten des Teiches kann man sich bequem niederlassen und den Tag genießen. "Hier trinken wir morgens oft unseren Kaffee", erzählt Rosemarie Krist. So ginge der Tag schon einmal sehr beruhigend los. Doch zuerst werden die Karpfen gefüttert. Und gestreichelt. Das ist eben wahre Tierliebe. Text und Foto: Florian Miedl