Es sind scheinbar banale Dinge, bei denen der sonst so beherrscht wirkende Thomas Laumann zornig werden kann. Wie kürzlich im Krankenhaus. Sein dreijähriger Sohn Mike liegt dort wegen einer Darmschlinge. Laumann sitzt am Bettrand und tröstet den Kleinen. Eine Putzfrau kommt herein, um den Boden sauber zu machen. Laumanns Gehstützen, die er nach der Amputation seines rechten Unterschenkels braucht, lehnen am Stuhl. Er rechnet damit, dass die Frau die Stützen wegnimmt, um besser wischen zu können. Doch sie fährt mit dem Lappen um das Hindernis herum, sodass ein Stück Boden ungeputzt bleibt. Auch Teeflecken vom Vorabend, als Mike ein wenig gekleckert hat, bleiben. "Ich hab' so eine Wut gehabt", erinnert sich Laumann.