Bad Alexandersbad - Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) sieht den Gesundheitstourismus als große Zukunftschance für den ländlichen Raum. "Gerade in strukturschwachen Gebieten mit wenig Industrie oder großen Gewerbebetrieben schaffen Investitionen in den Tourismus sichere Arbeitsplätze", sagte Klaus Holetschek, Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, auf der Frühjahrstagung seines Verbandes in Bad Alexandersbad. "Die bayerische Staatsregierung hat hier mit ihrer Strukturpolitik schon viel erreicht". Doch es gibt noch viel zu tun. Der ländliche Raum brauche weiter Unterstützung. Denn Städte und Gemeinden mit niedrigen Einnahmen aus der Gewerbesteuer in strukturschwachen Gebieten plagten finanzielle Sorgen. "Das betrifft auch Heilbäder und Kurorte, die den Gesundheitstourismus als einziges wirtschaftliches Standbein haben", sagte Holetschek. Diesen Kommunen bleibe nur der Weg in die Schulden, um ihre Prädikatisierung halten und ihre Infrastruktur ausbauen zu können. Die niedrigen Steuereinnahmen reichten bei weitem nicht aus. Deshalb müsse die Staatsregierung Tourismusinvestitionen weiter fördern, und die Investitionsbeihilfen für die Heilbäder und Kurorte auch künftig stärken. Positiv ausgewirkt hätten sich die Förderprogramme der Staatsregierung. "Ministerpräsident Markus Söder hat die Unterstützung der Heilbäder und Kurorte ausdrücklich in seiner Regierungserklärung erwähnt. Das hat uns sehr gefreut", sagte Holetschek. Als weitere Zukunftsaufgabe nannte er den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum.
Bad Alexandersbad Heilbäder-Verband setzt auf Gesundheitstourismus
Redaktion 08.05.2018 - 17:32 Uhr