Bad Steben Feuerwehrhaus auf dem Prüfstand

Das Feuerwehrhaus in Bad Steben ist in die Jahre gekommen. Es entspricht schon lange nicht mehr den Anforderungen der gut ausgestatteten Stützpunktwehr - da sind sich die Marktgemeinderäte einig. Ob sich die Sanierung lohnt oder ob ein Neubau sinnvoller ist, das soll nun verglichen werden. Foto: Sandra Hüttner Quelle: Unbekannt

Das Gebäude der Bad Stebener Wehr ist bereits 60 Jahre alt. Die CSU- Fraktion will eine Sanierung oder einen Neubau. Beide Varianten werden nun geprüft.

Bad Steben - Das Gebäude des Feuerwehrhauses in Bad Steben wurde bereits vor 60 Jahren gebaut und entspricht aufgrund seines Alters nicht mehr den Anforderungen einer technisch gut ausgestatteten Wehr. Mit diesem Fazit begründete die CSU-Fraktion im Marktgemeinderat ihren Antrag, den Zustand des Gerätehauses grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen. Im Ergebnis soll ein wirtschaftlicher Vergleich aufzeigen, ob es sinnvoller ist, das Anwesen durch eine Generalsanierung mit notwendigen Anbauten auf den aktuellen Stand zu bringend oder an einem anderen Standort gleich neu zu bauen.

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hat sich das Gremium einstimmig dafür ausgesprochen, beide Varianten zu vergleichen und dann zu entscheiden. Dritter Bürgermeister Maximilian Stöckl begründete den Antrag seiner Fraktion mit "dringendem Handlungsbedarf" und verwies auf eine Vielzahl aktiver Feuerwehrleute, die in der Stützpunktwehr sowie in den Wehren der Ortsteile ehrenamtlich Dienst zum Wohl der Allgemeinheit leisten. "Wir haben in Bad Steben die zufriedenstellende Situation, dass unsere Feuerwehrleute mit einem hervorragenden Ausbildungsniveau die Sicherheit im ganzen Gemeindegebiet gewährleisten", sagte Stöckl. Die meisten Fahrzeuge der mit einer Reihe neuer Einsatzwagen gut ausgestatteten Wehren seien im Feuerwehrhaus in Bad Steben untergebracht, im nächsten Jahr soll der Fuhrpark um eine neue Drehleiter ergänzt werden. "Wir sind technisch auf dem neusten Stand, doch der Zustand des Feuerwehrhauses in Bad Steben ist es nicht mehr", betonte Maximilian Stöckl. Bei der langen Auflistung der Mängel nannte er die Dämmung des Gebäudes, den Zustand des Dachs sowie der Feuchtigkeits- und Frostschäden. "Weiterhin sind die Tore der Fahrzeughalle sehr reparaturanfällig, die Absauganlage in der Fahrzeughalle entspricht schon lange nicht mehr den Vorgaben", setzte der dritte Bürgermeister seine Auflistung notwendiger Arbeiten fort. Als unhaltbaren Zustand bezeichnete Stöckl auch die Raumnot. "Einige Rollcontainer mit Ausrüstungsgegenständen unserer Wehr müssen wir im Bauhof der Gemeinde einlagern."

Für die Antragsteller der CSU-Fraktion liegt die Ursache für den Platzmangel im Wesentlichen darin, dass sich die technische Ausstattung und die Größe der Fahrzeuge in den vergangenen 60 Jahren erheblich verändert haben. "Die Einsatzfahrzeuge sind größer geworden, auch für die Lagerung der Ausrüstung sind dringend größere Räume notwendig." Der Zustand des alten Gebäudes entspreche zudem nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften, auch die Einhaltung notwendiger Hygienemaßnahmen sei nicht mehr im zeitgemäßen Standard umzusetzen.

Als weitere räumliche Herausforderung nannte Stöckl den Schulungsraum der Wehr, der neben der Fahrzeughalle auch für überörtliche Aus- und Weiterbildungen genutzt werde. An die Mitglieder des Hauptausschusses appellierte Maximilian Stöckl am Ende seines Vortrags: "Wir stehen als Marktgemeinde in der Fürsorgepflicht gegenüber unseren Einsatzkräften, deshalb muss hier etwas passieren."

Holger Hallbauer (Junge Liste) unterstützte den CSU-Antrag: "Die Voraussetzungen zur Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehren ist wichtig. Es ist deshalb wichtig, rechtzeitig zu reagieren." Dies sah auch SPD-Sprecher Oliver Rabel so: "Bei unserer Feuerwehr besteht seit Jahren Handlungsbedarf." Die Umsetzung des Projektes sah Rabel als längerfristige Aufgabe. Auch Rosi Hofmann (Freie Wähler) sprach sich für eine Verbesserung der Situation am Feuerwehrhaus aus und wollte von Bürgermeister Bert Horn wissen, wer den wirtschaftlichen Vergleich der beiden Varianten erstellt. "Wir sollten dazu ein geeignetes Ingenieurbüro suchen, das ist keine Aufgabe, die das Bauamt unserer Gemeinde übernehmen kann", antwortete Horn und widersprach damit der Vorstellung von Rosi Hofmann, dass der Vergleich durch hausinterne Mitarbeiter erledigt werden könnte.

 

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