Bauarbeiten sind abgeschlossen Neuer Schulhof in Schirnding

Herbert Scharf
Die Schüler freuen sich über neue Spielgeräte. Sie sorgen für Abwechslung auf dem Schulhof. Foto: Herbert Scharf

Die Schüler freuen sich über neue Spielgeräte. Sie sorgen für Abwechslung auf dem Schulhof.

Endlich können sich die Kinder auf dem Pausenhof in Schirnding wieder richtig austoben. Denn die Sanierungsarbeiten am Schulhof der Verwaltungsgemeinschaft Schirnding-Hohenberg sind abgeschlossen. Am Freitag feierten Groß und Klein die Einweihung im Rahmen eines Schulfestes.

„Endlich ist der Tag da, an dem der Schulhof fertig ist und genutzt werden kann“, sagte Bürgermeisterin Karin Fleischer. Doch der Weg dorthin war nicht leicht: Alleine die Trockenlegung des Gebäudes, die notwendig war, kostete laut ihr rund 100 000 Euro. Der Schritt war jedoch dringend notwendig: „Der alte Schulhof war in die Jahre gekommen“, fuhr Fleischer fort. Er musste renoviert und neugestaltet werden. Im Februar 2019 kam die Zusage der Regierung von Oberfranken dafür. Im Mai 2020 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Energieeffiziente Heizung

Bereits vor dem Einbruch des Winters im vergangenen Jahr bekam die Schule eine neue, moderne und energieeffizientere Heizungsanlage, die Energie einspart. Dazu wurden an den Heizungen Thermostate in allen Schulräumen angebracht.

Allerdings dauerten die Arbeiten länger als vorgesehen. Neben den Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk musste die Drainage, die zur Generalsanierung des Gebäudes 1994/95 verlegt wurde, komplett erneuert werden - für weitere 100 000 Euro. Dafür wurde der Boden aufgebaggert.

Neue Spielgeräte

Zwei große Spielgeräte und ein Bolzplatz wurden ebenfalls im Rahmen der Bauarbeiten errichtet. Drei neue Highlights für die 65 Schüler und Schülerinnen. Außerdem gibt es jetzt eine Unterstellmöglichkeit für Fahrräder und für wartende Fahrschüler. Auch der Schulgarten wurde neu angelegt. Dabei halfen Peter Plaß und die Mitglieder des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins.

Bei der Feier sorgte der Elternbeirat für Kaffee und Kuchen. Die BRK-Bereitschaft kümmerte sich um die Verpflegung. Eine Blaskapelle spielte und die Kleinen selber sangen und tanzten. Später probierten sie auch gleich die neuen Spielgeräte am Pausenhof aus.

Einweihungsfeier des Schulhofs

Die Bürgermeisterin Karin Fleischer hieß zu dem Schulfest neben vielen Besuchern auch den Landtagsabgeordneten Martin Schöffel, stellvertretenden Landrat Roland Schöffel, Schulamtsdirektor German Gleißner und Vertreter aus Hohenberg willkommen.

Stellvertretender Landrat Schöffel erinnerte an die erste Erwähnung einer Schirndinger Schule im Jahr 1620. „Heute ist die Schule im digitalen Zeitalter angekommen. Damit sind die Kleinen für die Zukunft gerüstet. Eine intakte Schule ist gerade im ländlichen Raum sehr wichtig“, sagte er. Landtagsabgeordneter Martin Schöffel gratulierte der Kommune, vor allem aber den Kindern, zu dem neuen Schulhof.

Und auch Schulamtsdirektor Gleißner betonte die Bedeutung einer intakten Schule für eine Kommune. Es sei keine leichte Aufgebe gewesen, den Schulhof so zu planen, dass er den Kindern gefalle, Spielraum biete, aber für wenig Lärm sorge, sagte der Architekt Gerhard Plaß. Voraussetzung sei es auch gewesen, alle Bäume auf dem Hof zu erhalten. Sie seien nicht nur ideale Schattenspender, sondern auch ein Ort zum Lernen.

Nach der kirchlichen Weihe mit Stefan Prunhuber und Pfarrerin Marion Abendroth durchschnitten die Ehrengäste ein blaues Band und gaben damit den neuen Schulhof frei.

Schule verabschiedet Reinigungskraft

Im Rahmen der Einweihung wurde Martha Asch nach über 40 Jahren Arbeit in der Schule verabschiedet. Sie war in dieser Zeit als Reinigungskraft und für kleinere Hausmeister-Arbeiten beschäftigt. Bürgermeisterin Fleischer lobte die zuverlässige und gewissenhafte Arbeit der Frau über diese lange Zeit hinweg und überreichte ihr Blumen.

 

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