Bayern 2-Wettbewerb Juku-Mobil als „Gutes Beispiel“

Annette Hähnlein ist eine der Künstlerinnen und Künstler, die Kindern mit dem Juku-Mobil die Formen der Kunst näherbringen. Foto:  

Das mobile Kunstprojekt aus Wunsiedel steht im Finale eines Bayern 2-Wettbewerbs. 4000 Euro winken dem Gewinner, doch dafür muss kräftig abgestimmt werden.

Wunsiedel - Das Juku-Mobil aus Wunsiedel steht neben vier weiteren Projekten im Finale des Wettbewerbs „Gutes Beispiel 2021“. Der Wettbewerb wird vom BR-Kulturradio Bayern 2 veranstaltet und kürt seit mittlerweile sechs Jahren Menschen, die sich mit ihren Projekten auf vorbildliche Weise für eine bessere Gesellschaft einsetzen. Die Preisverleihung soll auch andere motivieren, ebenfalls mit gutem Beispiel voran zu gehen. Im Vorfeld zu der nun laufenden Abstimmung entschied eine Jury, unter anderem mit Nürnbergs ehemaligem Oberbürgermeister Ulrich Maly sowie Model und Unternehmerin Sara Nuru, über die Finalisten. Die Auswahl war dabei groß: Rund 400 Einreichungen hat es in diesem Jahr gegeben. „Das Mitbewerberfeld war schon sehr ordentlich. Wir freuen uns sehr, dass wir es bis in die Endrunde geschafft haben“, sagt Stefan Frank, Leiter des Juku-Mobils.

Unter den anderen Finalisten befinden sich zum Beispiel das „Aelius Förderwerk“ aus Nürnberg, das sich für faire Bildungschancen bei Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Haushalten einsetzt, oder auch das „Hotel einsmehr“ aus Augsburg, ein Inklusionsbetrieb, der Menschen mit Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz bietet.

Für das mobile Kunstprojekt hat sich die Jury entschieden, da es in dieser Form einzigartig in Bayern ist. Der Kleinbus bringt Kunst in allen Formen in die Region und fährt quer durch das Fichtelgebirge, sodass Kinder auf dem Land nicht erst zu einer Kunstschule in eine größere Stadt gefahren werden müssen. „Wir bringen die Kunst zu den Kindern. So eine außerschulische Bildung fördert Kreativität und auch soziale Kompetenzen“, betont Stefan Frank.

Unter bayern2.de/gutes-beispiel kann nun jeder seine Stimme für eins der fünf Finalprojekte abgeben und damit über den Gewinner entscheiden. „Es wäre toll, wenn jeder, der Sympathien für uns und unser Projekt hat, abstimmen würde. Das Abstimmen funktioniert auch sehr unkompliziert und mit wenigen Mausklicks. Man muss nicht einmal persönliche Daten oder Ähnliches angeben“, erklärt Frank.

Insgesamt werden 10 000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Je 1000 Euro gibt es für den Viert- und Fünftplatzierten – so viel hat das Juku-Mobil also jetzt schon sicher. Der Gewinner des Wettbewerbs erhält 4000 Euro. Pläne für das Preisgeld hat Stefan Frank aber noch keine: „Wir müssen erst einmal abwarten, auf welchem Platz wir überhaupt landen. Aber voraussichtlich werden wir mit dem Geld weiter daran arbeiten, unser Projekt zu verstetigen. Das ist aktuell unsere größte Herausforderung, denn 2021 ist das letzte Jahr, in dem wir gefördert werden.“

Am Mittwoch, 12. Mai, findet von 18 bis 19 Uhr die Preisverleihung live im Programm des Radiosenders Bayern 2 statt.

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