Beeindruckender Sieg Medi-Team gewinnt 97:78 gegen Crailsheim

Osvaldas Olisevicius (gelbes Trikot) traf aus nahezu allen Lagen traumwandlerisch sicher. Nachdem dem Litauer bereits im ersten Viertel 13 Punkte gelungen waren, war er auch am Ende Bayreuther Topscorer mit 25 Zählern. Foto: / Peter Kolb

Medi Bayreuth hat gegen den Tabellenvierten einen Start-Ziel-Sieg gefeiert. Und das trotz des frühen Ausscheidens eines ganz wichtigen Spielers.

Basketball - Mit einer auf beiden Seiten des Feldes beeindruckenden Leistung hat Medi Bayreuth die Überraschung gegen die Merlins Crailsheim geschafft. Am Freitagabend besiegte der Tabellen-14. der Bundesliga den Vierten mit 97:78 (52:41) – und das, obwohl Kapitän Bastian Doreth, der bis dahin schon drei Assists verteilt hatte, bereits nach etwas mehr als sechs Minuten mit einer Oberschenkelverletzung ausschied.

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Mit David Walker als Verteidiger oder aggressivem Doppeln ließen die Gastgeber den Crailsheimer Spielmacher Trae Bell-Haynes (drei Ballverluste im ersten Viertel) kaum zur Entfaltung kommen und fanden in der Offensive immer wieder erfolgreich den Weg zum Korb. Weil sie den Merlins kaum einfache Würfe (4/14) gestatteten und selbst traumwandlerisch sicher trafen, führten die Bayreuther nach nicht einmal dreieinhalb Minuten mit 12:3. Besonders tat sich Osvaldas Olisevicius hervor, der sich im ersten Viertel weder in unmittelbarer Korbnähe noch aus der Mitteldistanz oder von der Dreierlinie einen Fehlversuch leistete (6/6) und 13 der 28 Bayreuther Zähler beisteuerte – und somit nur einen weniger als die gesamte Crailsheimer Mannschaft.

Seiferth fast noch Topscorer

Obwohl der Litauer diese fantastische Quote nicht ganz halten konnte (am Ende 11/16), verteidigte das Medi-Team die Führung nahezu konstant. Zwar ließen sich die Crailsheimer dank drei Dreiern von Haywood Highsmith nicht weiter abschütteln, dafür nutzte jetzt Matt Tiby seine Größenvorteile aus. Und per Dreier erhöhte er nach der Halbzeit wieder auf 62:46 (25.). Einen 12:4-Lauf der nun mit mehr Tempo spielenden Merlins stoppte Medi-Coach Raoul Korner mit einer Auszeit, nach der sich sein Team bis zum Ende des dritten Viertels wieder auf 74:60 absetzte.

Im Schlussabschnitt kam Crailsheim beim 66:74 zwar noch einmal auf acht Punkte heran, doch nun war es vor allem Andreas Seiferth, der dagegenhielt und mit seiner Saisonbestleistung von 23 Punkten Olisevicius fast noch als Topscorer ablöste.

Medi Bayreuth: PARDON (8 Punkte), Wenzl (1), Jalalpoor (2), DORETH (0), Seiferth (23), Jones (9), TIBY (7), WALKER (12), Bartley (10), OLISEVICIUS (25); Feldwurfquote: 36/59 (61 Prozent), davon 9/19 Dreier (47 Prozent): Olisevicius (3/4), Walker (2/2), Bartley (2/4), Jones (1/3), Tiby (1/4); Freiwürfe: 16/23 (70 Prozent); Rebounds: 24 defensiv, 7 offensiv (Seiferth 5/2).

Merlins Crailsheim: BELL-HAYNES (18), STUCKEY (10), Hilliard (5), Lasisi (6), HIGHSMITH (14), Bleck (2), RADOSAVLJEVIC (8), McNeace (8), JONES (7); Feldwurfquote: 27/61 (44 Prozent), davon 14/34 Dreier (41 Prozent): Highsmith (4/9), Bell-Haynes (2/2), Stuckey (2/5), Lasisi (2/5), Radosavljevic (2/6), Hilliard (1/1), Jones (1/4); Freiwürfe: 10/12 (83 Prozent); Rebounds: 20 defensiv, 10 offensiv (Bleck 6/1).

Stationen: 12:3 (4.), 18:7 (7.), 28:14 (1. Viertel), 35:19 (13.), 50:33 (19.), 52:41 (Halbzeit), 62:46 (25.), 66:58 (27.), 74:60 (3. Viertel), 74:66 (32.), 84:68 (36.), 91:70 (38.), 97:78 (Ende).

 

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