Berufsjugendfeuerwehrtag 24 Stunden ein Einsatz nach dem anderen

Der Feuerwehrnachwuchs in Selbitz hat sich der Herausforderung eines Berufsjugendfeuerwehrtages gestellt. Und auch die Aktiven haben dabei dazugelernt.

Selbitz - Es kehrt wieder Normalität ins ehrenamtliche Feuerwehrleben ein. Dies hat der Berufsjugendfeuerwehrtag in Selbitz gezeigt. Von 9 bis 9 Uhr von Samstag auf Sonntag absolvierten acht der zehn Nachwuchsbrandschützer verschiedene Einsatzszenarien von der Brandbekämpfung über die Höhen- und Wasserrettung bis hin zur Vermisstensuche und dem Ausleuchten zur Landung eines Rettungshubschraubers. Daher war am Samstag oft Sirenengeheul zu hören; Blaulichter zuckten.

Die Ausbilder der Jugendlichen, Lena Hensel und Hannes Weber, hatten den Berufsfeuerwehrtag ausgearbeitet und organisiert. Bei der Durchführung unterstützten sie Dominik Sell und André Gärtner.

Die Jugendlichen übernachteten im Feuerwehrhaus, natürlich unter Beachtung der Corona-Regeln. Sie leisteten innerhalb von 24 Stunden eine Vielzahl von „Einsätzen“ ab. Nie wussten sie, wann das nächste Mal die Sirene heult oder der Funkwecker piept. Auch in der Nacht gab es keine Pause, und die Jugendlichen wurden aus dem Schlaf gerissen, um eine Brandnachschau und eine Vermisstensuche zu absolvieren. Schlafmangel, gepaart mit Hektik und Stress, und das in ungewohnter Umgebung, zeigten den Jugendlichen den Ernst des Feuerwehrlebens auf. Natürlich standen ihnen erfahrene Brandschützer zur Seite, übernahmen die Aufgaben von Fahrern und Maschinisten und standen mit Rat und Tat in ihren verschiedenen Funktionen wie Gruppenführer und Einsatzleiter zur Verfügung.

Die umfassende technische Hilfeleistung nach einem angenommenen Unfall zweier Pkws auf dem Parkplatz hinterm Rathaus konnten Interessierte aus nächster Nähe beobachten; zahlreiche Zaungäste fanden sich ein. Bei diesem „Großeinsatz“ vor Publikum mimten Lena Hensel und Oliver Hilse die Unfallopfer, die es aus den Fahrzeugen mit Rettungsgerät zu befreien galt. Der Einsatz fand in Zusammenarbeit mit der BRK-Bereitschaft Selbitz und Hauptamtlichen des Rettungsdienstes statt. Einsatzleiter war Jugendwart André Gärtner. Die Versorgung und Rettung der zwei Unfallopfer oblag den drei BRK-lern, die in enger Absprache mit den Brandschützern arbeiteten. Im Einsatz war auch der neue Rüstwagen. „Auch unsere Aktiven haben zum ersten Mal mit den Gerätschaften darin gearbeitet und so etwas Neues gelernt“, erklärte Jugendwart André Gärtner. Neben der Ausbildung stand auch die Pflege der Kameradschaft im Mittelpunkt. „Durch die Corona-Pandemie waren Geselligkeit und Kameradschaft nicht möglich. Das kann im Rahmen des 24-Stunden-Tages auch etwas nachgeholt und gepflegt werden“, erläuterte Jugendwart. Der Tag diene zudem der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung für die Jugendgruppe.

21 Brandschützer unterstützten die verschiedenen Einsätze, und vier weitere agierten für die Vorbereitung der Einsatzszenarien. Und nicht nur die Einsätze galt es zu meistern, sondern auch die gemeinschaftliche Verpflegung im Feuerwehrgerätehaus.

Erstmals seit 2019 hat wieder ein Berufsfeuerwehrtag stattgefunden; er ist ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Ausbildung der angehenden Brandschützer.

 

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