BSC 28 Furthammer Hohe Auszeichnung für Martin Hilpert

  Foto: Christian Schilling

Der Spiel- und Jugendleiter des BSC 1928 Furthammer erhält die Sepp-Herberger-Urkunde. Diese ist eine der höchsten Auszeichnungen im Amateur-Fußball.

Es ist eine der höchsten Auszeichnungen, die im Breitenfußball vergeben werden, die Sepp-Herberger-Urkunde. Jedes Jahr werden die Sepp-Herberger-Urkunden für beeindruckendes ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Kategorien an Akteure des organisierten Fußballs verliehen. In diesem Jahr erhielt die Auszeichnung der BSC 1928 Furthammer (BCF) in Person von Martin Hilpert. Dem Spiel- und Jugendleiter des Vereins liegt in seiner Freizeit auch die Integration von Kindern und Jugendlichen mit schwierigem Familienhintergrund am Herzen.

Vor dem Spiel der Kreisklasse Fichtelgebirge des BCF gegen den SV Leutendorf übergaben die Sepp-Herberger-Urkunde an den Verein Thomas Unger, Bezirksvorsitzender von Oberfranken im Bayerischen Fußball-Verband (BFV), und der BFV-Vorsitzende für den Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel, Siegfried Tappert. Unger würdigte das beeindruckende ehrenamtliche Engagement von Martin Hilpert und übergab die Auszeichnung der ältesten deutschen Fußballstiftung. Dabei zeichnete er auch die lange Geschichte der Sepp-Herberger-Stiftung kurz nach.

Einrichtung der Stiftung

Demnach sei es die Idee von Sepp Herberger gewesen, gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Stiftung zur Förderung und Entwicklung des Fußballs und zur sozialen Betreuung von Fußballern in Not zu errichten. Am 80. Geburtstag, dem 28. März 1977, habe der DFB seinem Rekord-Nationaltrainer diesen Herzenswunsch erfüllt: Der damalige DFB-Präsident Hermann Neuberger verkündete die Sepp-Herberger-Stiftung des DFB. Herberger, dessen Ehe mit seiner Frau Eva kinderlos blieb, hatte – getreu seinem Lebensmotto: „Wer oben ist, darf die unten nicht vergessen“ – den Wunsch, seinen Nachlass in „guten Händen“ zu wissen. Dem „Chef“ sei es dabei insbesondere wichtig gewesen, soziale und karitative Projekte zu fördern und zu unterstützen. Genau einen Monat nach Einrichtung der Stiftung, am 28. April 1977, sei Herberger einem Herzinfarkt erlegen. Mit dem Tod seiner Frau Eva im Jahre 1989 ging das Privatvermögen der Familie in das Eigentum der Stiftung über. Das vom DFB ursprünglich zur Verfügung gestellte Grundvermögen in Höhe von einer Million D-Mark sei dadurch deutlich angewachsen. Auch der umfassende schriftliche Nachlass Herbergers (mehr als 360 Aktenordner) sei Eigentum der Stiftung geworden. Heute finanziere sich die Sepp-Herberger-Stiftung vor allem aus Zuwendungen des Deutschen Fußball-Bundes, Zinserträgen sowie Spenden. „Der Verein kann stolz auf Martin Hilpert sein,“ betonte Unger bei der Übergabe der Urkunde an Hilpert und den BCF-Vorsitzenden Gerd Wilfert.

Auch Kreisvorsitzender Tappert würdigte das Engagement Hilperts. In Furthammer habe sich in den letzten Jahren viele Positives getan, sagte Tappert. Die Preisverleihung sei gleichzeitig ein guter Start für den neuen BFC-Vorsitzenden Wilfert.

Kinder beim Probetraining

Glückwünsche der Festspielstadt Wunsiedel überbrachte auch zweiter Bürgermeister Manfred Söllner. „Die Stadt sieht mit Wohlwollen den Einsatz von Martin Hilpert in der Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef“, sagte Söllner. Hilpert hatte die Kinder aus der Einrichtung zum Probetraining geladen (wir berichteten) und mit Stutzen, Fußballschuhen und Trainingskleidung ausgestattet. Zudem organisiert er Spendenaktionen, so hatte er zum Beispiel auch gebrauchte Fahrräder aus seinem und dem Umfeld des Vereins gesammelt und an die Einrichtung übergeben.

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