BSZ Selb Meisterpreis für die Besten

Verleihung des Meisterpreises der Bayerischen Staatsregierung (von links): Klassenlehrer Ernst Fleischmann, Schulleiter Bernhard Nitsche, die Absolventen Anja Habermann, Alexander Rußin und Andreas Duschl sowie stellvertretende Schulleiterin Grit Mende. Foto: /BSZ Selb

Die Fachschule für Werkstoff- und Prüftechnik in Selb entlässt ihre Absolventen. Die Bayerische Staatsregierung zeichnet drei Schüler aus. Wegen Corona läuft nicht alles so, wie es an der Einrichtung üblich ist.

Die Staatliche Fachschule für Werkstoff- und Prüftechnik ist nur ein kleiner Teil des Beruflichen Schulzentrums in Selb, ein Teil, der sich neben der Staatlichen Fachschule für Produktdesign aber nicht verstecken muss. Denn die Absolventinnen und Absolventen seien seit Jahren nicht nur in der Metall- und Kunststoffindustrie deutschlandweit begehrt und erfolgreich, teilt das Schulzentrum mit.

Projektarbeit mit Industrie

In diesem Jahr umfasste die Abschlussklasse nur 13 Schüler. Alle haben sich durch die zweijährige Vollzeitausbildung gearbeitet und mit Erfolg bestanden. Neben den theoretischen Inhalten im Fachunterricht wird in den gut ausgestatteten Laborräumen der Schule das Wissen praxisnah vertieft. Besonderer Erwähnung bedarf hier die zu schreibende Projektarbeit. Diese wissenschaftlich-praktische Arbeit, die in Zusammenarbeit mit der Industrie entsteht, ist für die Schüler eine große Herausforderung, aber auch für die Lehrkräfte immer wieder spannend. In diesem Jahr wurden folgende Firmen für die Zusammenarbeit mit den Schülern gewonnen: Scherdel (Marktredwitz), Diehl Metall (Röthenbach an der Pegnitz), Anlagenbau Neundörfer (Langensendelbach), AKW A+V Protec Rail (Hirschau) und Zollner Elektronik (Zandt).

Jetzt wurden die Schüler mit ihren Abschlusszeugnissen belohnt. Leider konnte die Übergabe wegen der hohen Inzidenzen nicht wie geplant im Rosenthal-Theater stattfinden, aber auch die Aula im Gebäude des BSZ in der Hohenberger Straße bot einen angemessenen Rahmen. Die neuen „Staatlich geprüften Werkstoff- und Prüftechniker“ nahmen ihre Zeugnisse und Urkunden mit Stolz entgegen. Ihnen wurde auch der Titel „Bachelor Professional in Technik“ verliehen. Zusätzlich haben Anja Habermann, Monika Späth und Jonas Eßkuchen die Fachhochschulreife mit gutem Erfolg bestanden.

Unvergessliche Zeit

Für besondere Leistungen wurden Alexander Rußin, Anja Habermann und Andreas Duschl mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung belohnt. Sie gehörten zu den besten 20 Prozent ihres Jahrgangs.

Eigentlich entlässt die Schule ihre Schüler nicht, ohne dass sie das Porzellanikon oder das Luisenburg-Theater kennengelernt haben. Auch Besichtigungen etwa der Firma Netzsch oder des EZD gehören vor der Ausgabe der Abschlusszeugnisse zum Plan. Es war Corona geschuldet, dass bei dieser Abschlussklasse einiges auf der Strecke blieb oder online ersetzt werden musste.

Dennoch haben die Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Werkstoff- und Prüftechnik in Selb eine spannende, aber auch eine schöne und unvergessliche Zeit verbracht. Kontakte wurden geknüpft und Freundschaften geschlossen. Auch wenn Selb oftmals nicht als der „Erste-Wahl-Wohnort“ erschien, hat sich in den zwei Jahren eine Verbundenheit zur Stadt entwickelt. Viele Absolventen kommen jedes Jahr zum Wiesenfest, zum Festival Mediaval oder zum Tag der offenen Tür zurück, um sich mit ehemaligen Mitschülern, Freunden, aber auch mit Lehrkräften zu treffen, teilt die Schule abschließend mit.

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