Bürgermeisterin in Quarantäne „Blumen habe ich auch schon umgetopft“

Ist noch eine Weile in Quarantäne: die Marktleuthener Bürgermeisterin Sabrina Kaestner. Foto: Florian Miedl/Florian Miedl

Marktleuthens Bürgermeisterin Sabrina Kaestner ist in Quarantäne. Sie nutzt die Zeit zuhause so sinnvoll, wie es geht.

Marktleuthen - Jetzt hat es auch die Marktleuthener Bürgermeisterin erwischt: Sabrina Kaestner hatte bei einem offiziellen Termin im Rathaus Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Und befindet sich seither in Quarantäne. Das bedeutet für sie Hausarrest bis Ende April.

„Kein Problem“, sagt Sabrina Kaestner am Telefon auf unsere Nachfrage: Dazu gebe es ja Stellvertreter. Zweiter Bürgermeister Andreas Ritter senior vertritt sie im Amt, etwa bei der Bürgermeisterbesprechung mit dem Landrat, die für kommenden Donnerstag anberaumt ist. Die Stadtratssitzung wurde bereits im Vorfeld mangels dringender Themen auf den 12. Mai verschoben. Und die Verwaltung leitet wie sonst auch Stefan Hübner.

„Ich bin nicht komplett raus, sondern jederzeit daheim erreichbar. Wenn ein Thema aufploppt, das Rücksprache erfordert, bin ich greifbar. Aber ich muss nicht jede Rechnung unterschreiben. Dafür ist der Vertreter da!“, erklärt das „Stadtoberhaupt i. Q.“ (in Quarantäne).

Sie sei zwar noch nicht geimpft, aber komplett symptomfrei, betont die 32-Jährige, die sich auf jeden Fall impfen lassen möchte und auch jeden der verfügbaren Impfstoffe nehmen würde. „Ich bin in Gruppe 4, daher habe ich noch keinen Termin übers Impfzentrum. Anfang vergangener Woche hatte ich mich bei meinem Hausarzt als impfwillig gemeldet und tatsächlich am Donnerstag ein Impfangebot bekommen, das ich leider aufgrund der Quarantäne nicht wahrnehmen konnte“, bedauert Kaestner. Sie nutzt die Quarantänetage für den Frühjahrsputz zuhause. „Blumen hab‘ ich auch schon umgetopft“, lacht die junge Frau. Damit ihr die Decke nicht auf den Kopf fällt, macht sie täglich Sport unter Anleitung von Youtube-Videos. „Glücklicherweise habe ich eine Terrasse“, sagt sie. Ausschließlich in den vier Wänden wäre es schwer auszuhalten.

Ohnehin hätte sie in dieser Zeit Urlaub genommen, erklärt Sabrina Kaestner. Um die Quarantäne zu beenden, ist ein Test erforderlich, den sie in ihrer Stadt durchführen lassen kann. Ist dieser wie erwartet negativ, dann sitzt die erste Bürgermeisterin der Egerstadt ab Montag, 3. Mai, wieder an ihrem Schreibtisch im ersten Stock des Rathauses.

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