„Daumen drücken“ Realschüler schreiben Abschlussprüfungen

Sophia Goldner
Am heutigen Donnerstag bearbeiten die Jugendlichen den Französisch-Test. Foto: picture alliance / Ingo Wagner/dpa/Ingo Wagner

Ein letztes Mal sind die Zehnklässler im Prüfungs-Stress. Schüler und Lehrer sind schon jetzt auf die Ergebnisse gespannt.

Für die Realschüler im Fichtelgebirge heißt es nun „Daumen drücken“. In dieser Woche starteten nämlich ihre Abschlussprüfungen.

Los ging es am Dienstag mit den Fächern Spanisch und Tschechisch. Am Mittwoch folgte die Deutsch-Prüfung, die mit viereinhalb Stunden auch gleich die längste ist. Heute ist das Fach Französisch an der Reihe.

„Ich habe den Eindruck, dass unsere Schüler gut vorbereitet sind. Durch die guten Vornoten haben sie vermutlich auch ein gutes Gefühl und müssen nicht sehr angespannt sein“, sagt Schulleiter Oliver Meier über seine Schützlinge der Sigmund-Wann-Realschule. In Wunsiedel machen gerade 85 Schüler ihren Realschulabschluss.

Mitten in den Abschlussprüfungen

Nun fehlt in dieser Woche nur noch Englisch. Nächste Woche geht es dann mit den Naturwissenschaften weiter: Mathe, Betriebswirtschaftslehre und Physik, ehe die diesjährigen Abschlussprüfungen der Realschule am 30. Juni mit dem theoretischen Teil des Fachs „Sozialwesen“ abgeschlossen werden.

Oliver Brandt, Schulleiter der Fichtelgebirgsrealschule Marktredwitz, beobachtet: „Meine Schüler sind positiv und erwartungsfroh gestimmt. Man merkt aber, dass sie auf die Aufgaben gespannt sind.“ Hier sitzen 61 Schüler über den Abschlusspr üfungen.

Bei erfolgreichem Bestehen erhalten die Schülerinnen und Schüler das Zeugnis über den Realschulabschluss. Dieser bildet die Grundlage für eine qualifizierte Berufsausbildung beziehungsweise für die schulische Weiterbildung bis hin zur fachgebundenen oder sogar zur allgemeinen Hochschulreife.

Viele Schüler bleiben gelassen

An der Realschule in Selb schreiben 54 Realschüler ihre Abschlussprüfungen. Die stellvertretende Schulleiterin Carolin Zapp beschreibt das Klima an ihrer Schule: „Die Stimmung unserer Zehntklässler ist bunt gemischt. Von völlig entspannt bis total aufgeregt ist alles dabei.“ Allerdings beobachtet Zapp, dass einige Schüler viel zu gelassen an die Prüfungen gehen. „Woher das kommt, kann ich mir nicht erklären“, sagt sie.

Corona hat es dem Abschlussjahrgang laut Oliver Meier diesmal nicht leicht gemacht: „Die Schüler hatten in der neunten und zehnten Klasse fast keinen Präsenzunterricht. Somit sind sie der Jahrgang, der am meisten mit Unterrichtsausfällen wegen Corona betroffen war.“ Durch Förderunterricht sei das Defizit jedoch leicht aufgearbeitet worden. Genauso beschreibt es auch der Marktredwitzer Realschulleiter Oliver Brandt.

Bevor es die Zeugnisse gibt, haben die Realschüler noch die Chance, sich freiwillig in den mündlichen Prüfungen zu verbessern.

Entlassungsfeier unter normalen Bedingungen

Die offizielle Entlassung ist in allen Realschulen im Landkreis am 22. Juli. In diesem Jahr können die Lehrer ihre Schützlinge erstmals wieder unter normalen Bedingungen verabschieden. Die Zeugnisübergabe begleitet eine feierliche Zeremonie: In Selb im Rosenthaltheater, in Wunsiedel in der Fichtelgebirgshalle und in Marktredwitz in der Aula der Realschule.

 

Bilder