Nach Selb gekommen ist Michel Weidekamp als 21-jähriger, junger und talentierter Torhüter. Die Selber Wölfe gingen damals das Wagnis ein, dem ganz jungen Torhüterduo Weidekamp/Mnich in der Oberliga das Vertrauen zu schenken. Die beiden Goalies – insbesondere auch der Aufstiegsheld Michel Weidekamp – zahlten dieses Vertrauen mit sehr starken Leistungen zurück. Nachdem Mnich – der offiziell bei den Adler Mannheim unter Vertrag stand – nach Heilbronn abberufen worden war, musste es „Weide“ alleine richten und wurde mit seinen tollen Paraden zu einem der Garanten für den Aufstieg. Auch in der laufenden Saison, als mit Michael Bitzer und Justin Spiewok über mehrere Wochen gleich zwei Torhüter aus dem Wölfe-Kader verletzt passen mussten und mit Lasse Roelofsen ein 16-jähriger Nachwuchsgoalie als Back-up aushalf, zeigte der Linksfänger keinerlei Nerven: „Ich mache mir überhaupt keine Gedanken darüber, wer als Back-up auf der Bank sitzt. Man will ja immer das Spiel durchspielen und immer top halten. Deshalb mache ich mir in solchen Situationen nicht mehr Druck, als wenn Michael Bitzer auf der Bank sitzen würde. Das blende ich aus und spielt für mich keine Rolle.“