Einschlägig polizeibekannt Tatverdächtiger für Brandstiftung in Behindertenwerkstatt ermittelt

Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild/dpa

Der Mann, der wegen zahlreicher Einbrüche in Bayreuth bereits seit September in Untersuchungshaft sitzt, soll nach Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth auch für die vorsätzliche Brandstiftung in der Werkstatt für behinderte Menschen Ende August vergangenen Jahres dringend tatverdächtig sein.

Bayreuth - Die Polizei verweist auf den Großbrand in der Werkstatt in der Ritter-von-Eitzenberger-Straße, der in den frühen Morgenstunden des 27. August 2020 ausbrach. Nur dank des schnellen Einsatzes zahlreicher Feuerwehreinsatzkräfte konnte damals eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden. Der Werkstattkomplex brannte jedoch völlig aus.

Dennoch konnten die Polizisten anschließend feststellen, dass in diesem sowie in einem weiteren daneben befindlichen Gebäude eingebrochen worden war. Bei der Fahndung stießen die Beamten auf weitere Einbrüche im Industriegebiet Bayreuth. Die Kriminalpolizei Bayreuth nahm an den Tatorten die Ermittlungen auf und sicherte umfangreich Spuren.

Am 3. September 2020 dann nahm die Polizei in einer Schule in der Körnerstraße einen 25-jährigen Einbrecher auf frischer Tat fest. Der Mann war bereits wegen derartiger Delikte einschlägig bekannt. Deswegen erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth am nächsten Tag Haftbefehl.

Nach intensiven Ermittlungen gelang es den Kriminalbeamten, dem 25-Jährigen insgesamt 24 Einbruchsdiebstähle in Firmengebäude, Schulen, einem Kindergarten und Gartenhäuser in den vergangenen Monaten in Bayreuth nachzuweisen. Der Schaden durch die Diebstähle beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Der Mann richtete zudem bei seinen Taten einen Sachschaden von über 66.000 Euro an. Nach drei Einbrüchen in Gartenhäuser der Kleingartenkolonie in der Kulmbacher Straße legte der Tatverdächtige dort noch Feuer.

Im Zuge der Ermittlungen zu dem Großbrand in der Ritter-von-Eitzenberger-Straße kam die Polizei wieder auf die Spur des 25-Jährigen. Er ist auch für diese vorsätzliche Brandstiftung dringend tatverdächtig. Durch das Feuer entstand nach Schätzungen der Polizei ein Schaden von zirka 3,5 Millionen Euro. Die Ermittlungen sind abgeschlossen.

 

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