Einweihungsfeier Ein neues Zuhause für Senioren

Daniela Hirsche
Sozialteam-Geschäftsführer Christian Weiß begrüßte die Gäste bei der Einweihungsfeier Foto:  

Mitten in der Stadt Wunsiedel gibt es nun eine Service-Haus. Für das Konzept gibt es bei der Einweihung viel Lob.

Wunsiedel hat nun ein “Wohlfühlhaus“ für Senioren: Nach zweijähriger Bauzeit wurde am Samstag das Senioren-Servicehaus in der Dr.-Schmidt-Straße eingeweiht. „Was lange währt, wird richtig gut“ – diesen etwas abgewandelten Spruch von Sozialteam-Fachbereichsleiter Andreas Neugirg bekräftigten alle Rednerinnen und Redner in ihren Grußworten. Auch die Mieterinnen und Mieter unter den Gästen der Einweihungsfeier bestätigten das gute und durchdachte Konzept. Eine der neuen Mieterinnen, die bisher in Weismain lebte, machte deutlich, dass ihr gerade die Lage mitten in der Stadt sehr zusage. In ihrem bisherigen Wohnort sei das Seniorenhaus am Ortsrand gelegen: „Da ist schon der nächste Einkaufsmarkt mindestens zwei Kilometer entfernt“, so die Seniorin. Sozialteam-Geschäftsführer Dr. Christian Weiß freute sich zahlreiche Ehrengäste bei der Einweihungsfeier begrüßen zu können. Einen besonderen Gruß richtete er an die Mieterinnen und Mieter, die das Haus bereits mit Leben erfüllten. Die Hälfte der Apartments sei bereits bezogen, für die nächsten Wochen seien schon viele weitere Einzüge geplant, so Weiß.

Durchhaltevermögen

Anschließend blickte der Sozialteam-Geschäftsführer noch einmal auf die Entwicklung des Projektes zurück. Die ersten Kontakte zwischen Sozialteam, der Unternehmensgruppe Domizilium und der Stadt Wunsiedel habe es bereits im Jahr 2017 gegeben. Durch die Corona-Pandemie und vielseitige Entwicklungen im Baugewerbe hatte man dann allerdings etwas Geduld mitbringen müssen, bis schließlich Anfang August 2020 der erste Spatenstich habe stattfinden können. „Doch das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt, mit dem Senioren-Servicehaus sei etwas sehr Gutes für Wunsiedel und die Region geschaffen worden“, betonte Weiß. Er freute sich über das überwältigende Interesse der Bevölkerung an den Angeboten des Senioren-Servicehauses. Bereits seit Monaten arbeiteten die Kolleginnen und Kollegen des Sozialteams im Hintergrund. Er sei stolz und dankbar, was diese hier geleistet hätten. Auch der ambulante Pflegedienst des Sozialteams der bisher in Marktredwitz ansässig gewesen sei, sei mit in das Haus in Wunsiedel eingezogen. „Ich wünsche uns hier in Wunsiedel ein lebendiges Haus, voller Leben und Geborgenheit“, betonte Christian Weiß.

EIn „Schmuckstück“

Stellvertretender Landrat Roland Schöffel begrüßte die Nähe des Hauses zum Wunsiedler Stadtzentrum und lud die Bewohner ein, an den zahlreichen kulturellen Veranstaltungen der Stadt teilzunehmen. Außerdem freute er sich über die zahlreichen Arbeitsplätze, die durch das Senioren-Servicehaus in der Stadt entstanden seien. Es sei großartig, dass beim Sozialteam der Mensch im Mittelpunkt stehe.

„Als Schmuckstück“ bezeichnete Generationenbürgermeisterin Carolin Kammerer das Haus und freute sich über den idealen Standort im Herzen der Stadt, wo alles, wie beispielsweise Busbahnhof, Bahnhofspark, Einkaufsmarkt, Innenstadt, fußläufig erreichbar sei. „Dieses Haus ist eine echte Bereicherung für die Stadt“, sagte die Bürgermeisterin. Sie sei überzeugt, dass das gesamte Team das Bestes geben werde, um hier eine behagliche Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, so Carolin Kammerer.

Hans-Jürgen Tschan von der Domizilium Unternehmensgruppe gab einige Einblicke in den Bauverlauf und die Eigenheiten der Baustelle in Wunsiedel. Anschließend übergab er als Vertreter des Bauherrn den frischgebackenen „Schlüssel“ an das Sozialteam. Andreas Neugirg, Fachbereichsleiter des Sozialteams, dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen des Gebäudes ihren Teil beigetragen hätten. Das Besondere am Konzept des Senioren-Servicehauses sei, dass man innovative Lösungen finden wolle, um Weiterentwicklungen und Ergänzungen zu bestehenden Angeboten zu schaffen. Das Senioren-Servicehaus biete für ältere und auch pflegebedürftige Menschen die Sicherheit eines stationären Pflegeheims, aber auch die private Individualität der eigenen Wohnung, erläuterte Neugirg. Er wies darauf hin, dass die Mieterinnen und Mieter des Hauses selbstbestimmt wählen könnten, wie sie wohnen und versorgt werden wollten. Aus dem Angebot an barrierefreiem Wohnen, Pflege- und hauswirtschaftlichen Leistungen, Tagespflege und Menüservice könne man, jederzeit veränderbar, ein individuelles Wohlfühl-, Wohn- und Versorgungspaket wählen. Im Senioren-Servicehaus sei man vom „relativ rüstigen Rentner“ bis hin zu einem höheren Pflegegrad und Versorgungsbedarf jederzeit gut versorgt, stellte Andreas Neugirg fest.

Kirchlicher Segen

Das Senioren-Servicehaus bietet 43 barrierefreie Ein-, Zwei und Drei-Apartments im „ServiceWohnen“ sowie viele Angebote des ambulanten Pflegedienstes „PflegeMobil“ mit Pflege und Betreuung, Unterstützung im Haushalt, Menüservice der hauseigenen Küche sowie technische Assistenzsysteme. Neben der Tagespflege für 20 Gäste können zudem die gemütlich eingerichteten Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss genutzt werden.

Pfarrerin Susanne Böhringer und Pfarrer Günther Vogl segneten bei einer kurzen Andacht das neue Seniorenhaus. Nach der offiziellen Einweihungsfeier lud das Sozialteam die Besucher zu einem Tag der offenen Tür mit Biergartenbetrieb und Führungen durch das Haus ein.

 

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