Oberkotzau - Die Elektrifizierung und der Ausbau der Bahnstrecke Hof – Regensburg (künftig „Ostkorridor“) werden für Oberkotzau gravierende Einschnitte bringen, insbesondere wegen der Lärmschutzwände. Dies wurde einmal mehr deutlich, als Vertreter der DB am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss – etwa zwei Dutzend Besucher hörten zu - die Vorplanungen vorstellten. Sie präsentierten auf der Großleinwand Visualisierungen, die zeigten, wie die Bahnlinie mit Lärmschutzwänden, die sich durch den gesamten Ort ziehen werden, künftig ungefähr aussehen wird. Das Echo der Marktgemeinderäte spiegelte nicht reine Freude wider. Wobei die Bahnvertreter deutlich machten: Ihre Präsentation beruhte auf der wirtschaftlich günstigsten Lärmschutzvariante – das letzte Wort zur optischen Gestaltung muss längst nicht gesprochen sein. Denn anders als früher ist heute nicht mehr das Eisenbahnbundesamt für die letzten Entscheidungen zuständig, sondern der Bundestag: Und der hat das Mandat, auch teurere Lösungen zu genehmigen.