Erlangen - Man könnte die Musik von AnnenMayKantereit leicht zum Befindlichkeits-Pop degradieren. Das Quartett aus Köln, alle um die Mitte, Ende 20, eckt nicht an. Die jungen Herren singen über Mädchen, Herzschmerz, Wohngemeinschaften, Wein und Cannabis. Alles Themen, die junge Erwachsene kennen und die, so könnte man lapidar meinen, ohnehin den Kern der Pop-Musik ausmachen. Doch auch wenn AnnenMayKantereit in ihren Texten keine rebellische Weisheit offenbaren, wäre es nicht fair, der Band Belanglosigkeit zu attestieren. Als die Kölner am Mittwochabend die Bühne im ausverkauften Erlanger E-Werk betreten, wird auch klar, warum.