Feilitzsch und Trogen Räte entscheiden über Zukunft des Kindergartens

Montagabend entscheiden die Gemeinderäte aus Feilitzsch über den Ersatzneubau. Foto: Kathrin Beier/Kathrin Beier

Kinder aus Trogen und Feilitzsch besuchen einen Kindergarten, der mehr Gruppen bekommt. Ob es dafür einen Ersatzneubau der Schule gibt, klärt sich Montagabend.

Feilitzsch - Die Gemeinderäte aus Trogen und Feilitzsch beraten über die Zukunft des gemeinsam genutzten und von der evangelischen Kirche Trogen betriebenen Kindergartens in Trogen. Architekt Joachim Vogel von Thies Consult Hof stellte das Projekt vor. Von vier möglichen Varianten tendiert der Rat in Trogen bereits zum Ersatzneubau der alten Trogener Schule, einem Gebäude aus den Jahren 1955 bis 1960.

Auch in Feilitzsch informierte Vogel, dass der Kindergarten mit derzeit 75 Plätzen in drei Gruppen auf 100 Plätze in vier Gruppen aufgestockt werden soll. Drei Varianten gibt es: 1. Ein Anbau im Garten; 2. Ein Ersatzneubau der alten Schule; 3. Ein Anbau an die alte Schule. Dazu muss aber bis Ende des Monats ein Finanzierungsantrag bei der Regierung eingegangen sein. Um den Antrag einreichen zu können, braucht es einen Beschluss der Kommune über die Realisierung der Maßnahme, vorbehaltlich einer Förderung. Er soll am heutigen Montag gefasst werden.

„Ich wäre für den Ersatzneubau, weil wir damit etwas Neues dort stehen haben und uns die Finanzierung einer Sanierung in der Zukunft sparen“, eröffnete Jens Schabel (CSU) die Diskussion. Auch Florian Hudetz (FÜWG), der selbst zwei Kinder in der Einrichtung hat, zeigte sich von der Präsentation angetan und merkte an, dass man neben dem Gruppenraum-Bedarf gute Bedingungen für das Personal im Blick behalten sollte, damit die Betreuer gerne in der Kita bleiben. Sonja Kemnitzer-Steinle (CSU) betonte, dass der Rat stets bestrebt ist, sich für zukunftsweisende Varianten zu entscheiden. Auch sie plädierte für Variante zwei. Christine Bauer (CSU) machte zudem auf ein Problem aufmerksam, das bereits im Trogener Rat vor Wochenfrist diskutiert wurde, nämlich die Parksituation vor dem Trogener Kindergarten.

Architekt Vogel informierte, dass es auf dem Grundstück entlang der Schulstraße Reserven gibt. So wurde schon in Trogen diskutiert, dass der ungenutzte Hang als Parkfläche gestaltet werden könnte. Außerdem wurde über eine Einbahnstraßenregelung redet, damit die Verkehrssituation entschärft wird.

In eine gänzlich andere Richtung lenkte Gemeinderat Gerhard Strobel (FÜWG) die Diskussion, als er fragte, warum keine komplette Neubauvariante mit geplant wurde. Schließlich gäbe es beim Neubau eine hohe Förderung. Damit wäre der Eigenanteil der Gemeinde geringer als bei einem Ersatzneubau. Architekt Vogel informierte, dass auch dieses Variante, der Bau auf der grünen Wiese, einmal im Gespräch war, aber verworfen wurde. Zudem fanden es einige Feilitzscher Räte dann doch nicht zielführend, die Einrichtungen Krippe und Kindergarten vom Standort her zu trennen.

Bürgermeister Francisco Hernandez Jimenez betonte, dass jetzt der Bedarf da sei und jetzt gehandelt werden müsse. Zugleich bat der Feilitzscher Bürgermeister seine Räte, sich das Thema doch am Wochenende noch einmal genauestens zu durchdenken, damit am Montagabend entschieden werden kann.

 

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