Fördermittel Eine Wunschliste für Marktredwitz

52 Millionen Euro will die Stadt Marktredwitz für ihre Projekte. Foto: dpa/Jens Büttner

Über 52 Millionen Euro Fördergelder will die Stadt in den kommenden vier Jahren. Die Innenstadt ist dabei ein großes Thema.

Die „Wunschliste an die Regierung“, so nennen sie Bürgermeister gerne. Es geht um die sogenannte Bedarfsmitteilung, in der Städte und Gemeinden eine Übersicht über geplante Maßnahmen geben und dabei auch die förderfähigen Kosten aufzählen. Stefan Büttner, Bauamtsleiter der Stadt Marktredwitz, gab den Marktredwitzer Stadträten bei deren vergangener Sitzung einen Überblick über jene Maßnahmen und welche Kosten die Stadt dafür jeweils in den kommenden Jahren einplant. Die Liste ist lang. Wie viel davon am Ende tatsächlich im geplanten Zeitrahmen umgesetzt werden kann, ist noch nicht klar.

So berichtete Büttner vor allem über die zahlreichen Sanierungsgebiete von Marktredwitz. Die Brücke, die das KEC-Parkhaus mit dem neuen Rathaus verbindet, steht beispielsweise in den kommenden zwei Jahren auf dem Sanierungsplan und kann voraussichtlich mit 300 000 Euro gefördert werden. Vor allem geht es hier um das Jahr 2024, denn noch sei die Sanierung der Brücke nicht so dringend wie andere Projekte.

Ein großer Punkt auf der Liste ist der Markt beziehungsweise die Marktredwitzer Altstadt. Hier führte Stefan Büttner nicht nur einen bereits bewilligten Zuschuss für private Baumaßnahmen in Höhe von 643 000 Euro auf, sondern auch eine Menge Aktionen, die Teil des Förderprojekts „Innenstädte beleben“ sind. Insgesamt drei Millionen Euro sind in den Jahren 2024 bis 2026 voraussichtlich für die allgemeine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Markt förderfähig. Ebenfalls ab 2024 steht auch die Neugestaltung des Stadtparks auf dem Plan, für die über zwei Millionen Euro förderfähig sein sollen.

Das zweite große Sanierungsgebiet ist das Benker-Areal. „Hier gehen die Arbeiten mit Hochdruck voran“, stellte Stefan Büttner. Die Sanierung des Kesselhauses soll 2024 richtig Fahrt aufnehmen. Dreieinhalb Millionen Euro sind hier förderfähig.

Noch in der Planungs- und Vorbereitungsphase befindet man sich im sogenannten Großraum Schulzentrum. Auch in diesem Sanierungsgebiet sind von 2023 bis 2025 insgesamt 600 000 an Fördergeldern für private Baumaßnahmen vorgesehen.

Auch beim Industriedenkmal Glasschleif geht es weiter voran: Im Jahr 2023 sind Fördergelder in Höhe von zwei Millionen Euro vorgesehen. In Kürze aufgezählt plant die Stadt außerdem unter anderem mit Fördergeldern für folgende Projekte im Jahr 2023: die Sanierung des Ortskerns von Brand bei Marktredwitz, Erschließungs- und Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet Dörflas und vorbereitende Untersuchungen für den Ortsteil Oberredwitz.

Alles in allem beträgt die Summe an Fördergeldern, mit der die Stadt in den kommenden vier Jahren plant, über 52,2 Millionen Euro. Knapp über 29 Millionen Euro davon sind auch bereits bewilligt. Im Programmjahr 2023 sind 8,27 Millionen Euro vorgesehen.

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