Fußball bald nur noch unter 2G-Regel? BFV aktualisiert „Corona-Paragraf“

Dürfen bald nur noch Geimpfte und Genesene dem Ball hinterherjagen? Der BFV wappnet sich jedenfalls schon mit der Anpassung des „Corona-Paragrafen“. Foto: imago images/Rene Traut

Der Bayerische Fußball-Verband hat für den Fall vorgebaut, dass der Spielbetrieb aufgrund staatlicher Vorgaben im Frühjahr 2022 nur unter 2G-Bedingungen fortgeführt werden kann.

München - Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat den sogenannten „Corona-Paragrafen“ aktualisiert und für den Fall vorgebaut, dass der Spielbetrieb aufgrund staatlicher Vorgaben im Frühjahr 2022 nur unter 2G-Bedingungen fortgeführt werden kann. Künftig gilt folgende Regel: Sollten nicht vollständig gegen das Coronavirus immunisierte Spieler aufgrund behördlicher Verfügung oder anderer öffentlich-rechtlicher Vorschriften nicht oder nur bis zu einer bestimmten Höchstzahl am Spielbetrieb teilnehmen dürfen, zählen diese trotzdem zum Kreis der spielfähigen Spieler. Vereine können folglich kein Spiel absagen, wenn sie aufgrund von nicht geimpften oder nicht genesenen Spielern nicht spielfähig sind. Das teilt der Verband auf einer Homepage mit.

„Wir haben bereits im vergangenen Dezember in einem Schreiben an unsere rund 1,6 Millionen Mitglieder in den fast 4600 Vereinen mit aller Deutlichkeit erklärt: Keiner von uns wünscht sich einen Trainings- oder Spielbetrieb ausschließlich für Geimpfte/Genesene. Sollte uns das jedoch durch staatliche Vorgaben auferlegt werden, dann werden wir den Spielbetrieb unter 2G-Bedingungen austragen“, wird BFV-Vizepräsident Reinhold Baier in der Mitteilung zitiert. „Dazu sehen wir uns als Verband auch in der Pflicht. Mit der Anpassung der bestehenden Regelungen bereiten wir uns auf den Worst Case vor und unterstreichen noch einmal, dass wir nur dann wirklich gut vorbereitet sind, wenn maximal viele unserer Spieler/-innen und Zuschauer/-innen auch geimpft und geboostert sind.“ Mit dem Beschluss sei der Vorstand einstimmig dem Vorschlag der BFV-Satzungskommission gefolgt. red

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