Fußball im Winter Kicker trotzen der kalten Witterung

Auch bei eisigen Temperaturen wollen die Nachwuchskicker des TSV Arzberg-Röthenbach nicht aufs Fußballspielen verzichten. Dank einer selbst gebauten Flutlichtanlage auf dem Kleinspielfeld an der Egerstraße können die Jugendmannschaften am Abend draußen ihrem Sport nachgehen. Foto: pr.

Dank einer selbst gebauten Flutlichtanlage rollt beim Nachwuchs des TSV Arzberg-Röthenbach sogar im Winter der Ball. Das Training draußen schützt auch vor Corona.

Arzberg - Beim TSV Arzberg-Röthenbach rollt auch in den Wintermonaten der Ball - und die Jugend trotzt der kalten Winterwitterung. Normalerweise trainieren die U9-Kids des TSV immer freitags in der Arzberger Dreifachsporthalle. Jedoch konnten einige Kinder den „Hallen-Restart“ nach den Ferien nicht abwarten.

Die U9-Trainer hatten ihre Schützlinge deshalb zum freiwilligen Zusatztraining auf das DFB-Kleinspielfeld neben dem Turnerheim eingeladen. Die Kinder gaben bei Schnee, eisigem Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt alles, was in ihnen steckt. Und hatten außerdem großen Spaß beim Toreschießen. „Da in Ferienzeiten die regelmäßigen Corona-Tests in der Schule ausgesetzt sind, haben wir das Training einfach nach draußen verlegt“, erklärt Jugendleiter Daniel Koffmane die Idee hinter dem besonderen Angebot. „So minimieren wir das Infektionsrisiko und können den Kids weiterhin ein sicheres und regelmäßiges Fußballtraining ermöglichen.“

Champions-League-Flair dank Baustrahler

Training am Abend und draußen funktioniert aber nur mit künstlichem Licht. Deshalb hat das Team um Daniel Koffmane selbst eine Flutlichtanlage aus sechs Baustrahlern konstruiert und mit Erlaubnis von Bürgermeister Stefan Göcking am Spielfeldrand angebracht. Die Baustrahler wurden laut dem Coach passgenau auf kurze Holzpfähle und Stative montiert. Geholfen dabei hätten sein Vater Roland und sein Onkel Markus. Die Strahler seien akkubetrieben, sodass das Aufstellen nur ein paar Minuten dauere. „Wir haben so quasi für tolles Champions League-Flair gesorgt“, freut sich der Trainer. Auch darüber, dass der Bürgermeister zu einem Trainingsabend vorbei gekommen sei. „Er fand die Aktion super“, sagt Koffmane.

Sogar Schneefall kann den Fußballnachwuchs nicht stoppen. „Im Dezember hatte es an einem Tag tagsüber stark geschneit, sodass wir quasi zum Aufwärmen erst mal den Platz frei räumen mussten“, erinnert sich der Trainer. Die Übungsstunden bei Flutlicht seien ursprünglich als Vorsorgemaßnahme gedacht gewesen, falls die Sporthallen coronabedingt schließen müssten. Jetzt nutze der TSV die selbst gebauten Flutlichter für unregelmäßige Zusatz-Trainingsabende der F-Jugend sowie jeden Mittwoch um 18 Uhr für regelmäßige individuelle Trainingseinheiten der C-Jugend.

Und da Bewegung an der frischen Luft so richtig Hunger macht, geht’s für alle Nachwuchskicker manchmal noch zum Pizzaessen. D.K./C.S.

Autor

 

Bilder