Fußball-Landesliga Onarici erwischt Sahnetag

B.N.

Der 21-Jährige führt den FC Vorwärts Röslau in der Fußball-Landesliga zu einem überzeugenden 3:0-Erfolg gegen den FC Herzogenaurach. Die Gastgeber rehabilitieren sich damit eindrucksvoll für die Schlappe in Forchheim.

Lag es am Regen oder an den zuletzt bescheidenen Leistungen der Röslauer Kicker, dass am späten Samstagnachmittag nur rund 100 Zuschauer das Gastspiel des FC Herzogenaurach sehen wollten? Wohl an beidem. Doch diejenigen, die gekommen waren, bekamen eine richtig gute Landesliga-Partie mit einem hochverdienten Röslauer Sieg geboten. Würde auch im Amateurfußball ein „Man oft the Match“, also ein Spieler des Spiels, gekürt, wäre dieser Titel sicher Mustafa Onarici zugefallen. Der 21-Jährige legte endlich seine Ladehemmung ab und führte die Vorwärtself mit seinen beiden Treffern auf die Siegerstraße. „Die Mannschaft hat auf die Kritik nach der 0:5-Schlappe in Forchheim mit einer starken Leistung geantwortet“, freute sich vor allem auch Trainer Andreas Lang über diesen 3:0-Triumph. Natürlich spielte den Gastgebern das frühe 1:0 durch Ege Özkan in der vierten Spielminute in die Karten. Ein herrlich herausgespielter Treffer über Onarici und Patrick Rüger. „Das war natürlich sehr bitter für uns, dass die erste Röslauer Chance gleich zu einem Tor geführt hat“, ärgerte sich der Herzogenauracher Spielertrainer Jakob Karches.

Und in der etwa halbstündigen Drangperiode der Gäste – allerdings ohne nennenswerte Torchance - schlug Röslau in Person von Onarici zum zweiten Mal zu. „Der Gegner macht in der ersten Halbzeit aus zwei Chancen zwei Tore“, musste auch Karches die Effektivität der Röslauer an diesem Tag neidlos anerkennen. Für Vorwärts-Coach Lang fiel das 2:0 genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach der Pause stellte Herzogenaurach das System um und kam zu einigen Möglichkeiten. Einmal war der Ball sogar auch hinter der Linie, doch das gut leitende unterfränkische Gespann um Regionalliga-Schiedsrichter Steffen Ehwald entschied auf Abseits. Für Karches eine Fehlentscheidung. „Wenn wir hier den Anschlusstreffer erzielt hätten, wäre es sicher noch einmal spannend geworden“, befand er.

Doch auch Röslau hätte längst den Sack zumachen können. Die größte Chance bot sich Patrick Rüger in der 60. Minute, als er aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Endgültig den Deckel drauf machte in der 75. Minute Onarici, der mit seinem zweiten Treffer – nach herrlichem Zuspiel von Kaan Gezer – seinen Sahnetag krönte. Danach spielte auch die Ampelkarte für den bereits mit Gelb verwarnten Röslauer Kapitän Tobias Benker keine Rolle mehr; er hatte einen Freistoß zu früh ausgeführt, obwohl der Ball noch gesperrt war.

Ein Wermutstropfen

Einziger Wermutstropfen aus Röslauer Sicht war die Verletzung von Ege Özkan, der in der 68. Minute ohne gegnerische Einwirkung schreiend zu Boden ging; er hatte sich wohl das Knie verdreht. Nach dem Spiel gab auch Trainer Lang leichte Entwarnung: „Es ist hoffentlich nicht so schlimm, wie es am Spielfeld zu vermuten war.“

Sein Herzogenauracher Kollege Karches war trotz der Niederlage mit der Leistung seines Teams nicht unzufrieden. „Es macht immer Riesenspaß, hier in Röslau Fußball zu spielen. Auch diesmal war es wieder eine sehr faires Partie zweier guter Mannschaften.“

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt – Knoblauch (90. Bötzl), Krassa, Röthlingshöfer, Benker, Rupprecht, Grießhammer, Onarici (83. Hamada), Özkan (71. Yilmaz), Gezer (90. Kurdoglu), Rüger (61. Ponader).

FC Herzogenaurach: Peter, Rahe (87. Brütting), Kraches, Galasek (65. Kuygun), Hafenbrädl, Thomann, Stübing, Rockwell, Fichtel (76. Gizarelli Rivas), Spielmann (54. Amling), Bär (46. Fleischmann).

Schiedsrichter: Ehwald (FC Geldersheim). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Özkan (4.), 2:0 Onarici (36.), 3:0 Onarici (75.). – Gelb-Rote Karte: Benker (Röslau/81.). B.N.

 

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