Gäste aus Afrika in Selb Drei Wochen im Zeichen der Partnerschaft

Jürgen Henkel (14)
Die Delegation des Dekanats Selb bei der bislang letzten Begegnung in Tanga. Foto: pr.

Eine Delegation aus dem Dekanat Tanga besucht Deutschland und pflegt dabei auch die Partnerschaft zum Dekanat Selb. Neben Gottesdiensten stehen auch Besuche von Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben auf dem Programm.

Jürgen Henkel

Seit vielen Jahren gibt es eine intensive, spannende und nachhaltige Partnerschaft des Dekanats Selb mit dem evangelisch-lutherischen Dekanat Tanga in Tansania. Diese Kontakte reihen sich ein in die Partnerschaft zwischen der Bayerischen Landeskirche und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania. Mit Dekan Thadeus Ketto, Godfrey Sawe, dem früheren Leiter einer Zementfabrik, sowie den Lehrkräften Joshua Kiula und Jausia Mziray besucht eine vierköpfige Delegation aus Tanga bis zum 21. Juli Berlin und das Dekanat Selb.

Gespräche über Klimakrise

Das Programm für die Gäste ist bunt gefächert und trägt auch aktuellen Herausforderungen Rechnung. So hat es nach der Ankunft in Berlin Gespräche im politischen Umfeld gegeben, unter anderem im Bundesumweltministerium und mit der Organisation „Christians for Future“ über die Herausforderungen der Klimakrise in Tansania und Deutschland. Außerdem soll es einen Austausch mit „Brot für die Welt“ über die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – Sustainable Development Goals (SDGs) – geben. Auch ein Besuch in der Reformationsstadt Wittenberg steht auf dem Programm.

Den Schwerpunkt der Reise bildet jedoch die Pflege der Kontakte zum Partnerdekanat Selb. Hier werden Begegnungen auf unterschiedlichster Ebene vorbereitet. Dazu zählen Besuche örtlicher Unternehmen, eines landwirtschaftlichen Betriebs in Marktleuthen und eine Führung im Selber Forst. Bei der Begegnung in dem Landwirtschaftsbetrieb geht es auch um Chancen und Grenzen, durch ökologische Landwirtschaft Umweltschäden zu verringern, und zwar in Deutschland wie in Tansania.

Vertiefung der Kontakte

Natürlich zählen auch mehrere Gottesdienste zum Programm. So gibt es in Großwendern einen Gottesdienst zum Jubiläum der Partnerschaft und zur Verabschiedung von Sieglinde Fisch von der aktiven Partnerschaftsarbeit. Außerdem besuchen die Gäste Sonntagsgottesdienste in Oberweißenbach und Lauterbach („Kirche im Dorf“). Dadurch können die Gäste aus der Partnerkirche in Afrika auch unterschiedliche Gottesdienstformen hierzulande kennenlernen, erleben und mitfeiern. Dazwischen sind außerdem viele Termine und Gespräche mit Vertretern aus Gemeinden und dem Dekanat Selb vorgesehen.

Pfarrer Johannes Herold, der Missions- und Partnerschaftsbeauftragte der Pfarrer des Dekanats Selb, freut sich über den anstehenden Besuch, den er seitens des Dekanats begleitet und koordiniert: „Das wird eine weitere Vertiefung unserer Partnerschaft und unserer Kontakte mit sich bringen. Außerdem wird unser Horizont durch die Perspektive unserer tansanischen Freunde auf Gott und die Welt eine große Erweiterung erfahren.“

 

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