Gegen Raser Polizei will in Regnitzlosau „blitzen“

Uwe Faerber
Ein mobiles Blitzgerät der Polizei. Foto: picture alliance/dpa/Daniel Löb

Nach Beschwerden in der Bürgerversammlung meldet Bürgermeister Schnabel einen Teilerfolg.

Die Polizei hat angeboten, ein mobiles Blitzgerät zur Geschwindigkeitskontrolle in Regnitzlosau zu positionieren. Das teilt Bürgermeister Jürgen Schnabel (FWR) mit – im Nachgang der Bürgerversammlung, in der es auch um Tempoverstöße ging. Torsten Klose, Anwohner der Friedrich-Adolf-Soergel-Straße, hatte im Vereinshaus das Problem angesprochen: Er ist nach eigenem Bekunden tagtäglich mit den Rasern konfrontiert. 70 bis 80 Prozent der aus Richtung Gattendorf ortseinwärts fahrenden Autos seien schneller als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde. Oder anders gesagt: Der Smiley der von der Gemeinde installierten Geschwindigkeitstafel zeigt viel zu oft ein trauriges Gesicht. Klose empfahl deshalb, einen Blitzer aufzustellen, so wie es andernorts üblich sei, möglicherweise mit der Technik auf seinem privaten Grundstück.

Am Montag meldete der Bürgermeister einen Teilerfolg: Die Polizei wolle mit Klose Kontakt aufnehmen, um ihren Blitzer-Hänger einzusetzen. Schnabel: „Wir als Verwaltung hatten schon vor einiger Zeit die Polizei auf das Problem aufmerksam gemacht.“

Alt-Bürgermeister Gerhardt Schiller hatte zudem auf das andere Ende der Staatsstraße verwiesen: „In Richtung Rehau wird auch kräftig Gas gegeben.“ Bürgermeister Schnabel kennt nach eigenen Worten auch dieses Problem, auch wenn es nicht so groß sei wie in der Friedrich-Adorf-Soergel-Straße: „Hier bremst die Ampel ein wenig. Aber es stimmt: Gerade Straßen verleiten zum Rasen.“ Leider reiche bisher der Platz nicht aus, um zu blitzen. Deshalb habe er beim Staatlichen Bauamt beantragt, das Ortseingangsschild zu versetzen und so mehr Platz zu schaffen. ufa

 

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