Glasfaser Schnelles Internet für Münchberger Kernstadt

Helmut Engel
Start für den Eigenausbau des Glasfasernetzes im Kernbereich der Stadt Münchberg: So schnell wie möglich sollen 5200 Haushalte ans schnelle Internet mit bis zu einem Gigabit in der Sekunde kostenlos angeschlossen werden. Im Bild von links: der städtische Breitbandpate Ralph Gmach, Telekom-Regionalmanager Andreas Rudloff, Bürgermeister Christian Zuber, Bauamtsleiter Frank Müller, Telekom Regionalmanagerin Infrastrukturvertrieb Marion Thüngen und Jürgen Zink, Filialleiter des Partner-Unternehmens Expert Münchberg. Foto: /Engel

In Münchberg beginnt die Telekom mit dem Breitbandausbau. Bis zu 5200 Haushalte können unter bestimmten Voraussetzungen kostenlose Glasfaseranschlüsse erhalten.

In Münchberg beginnt eine neue Zeit in Sachen schnelles Internet. Bis Ende 2023 kann theoretisch in jedem Haushalt im gesamten Gebiet der Kernstadt ein Glasfaseranschluss vorhanden sein. Die Telekom bietet 5200 Haushalten Anschlüsse mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde an, wie Regionalmanager Andreas Rudloff bei einem Presssetermin im Rathaus verkündete. Arbeiten und Lernen zu Hause, Video-Konferenzen, Surfen und Streamen seien damit gleichzeitig möglich, ergänzte seine Kollegin Marion Thüngen.

Bürgermeister Christian Zuber, Breitbandpate Ralph Gmach und der Leiter des Stadtbauamtes, Frank Müller, sind hocherfreut. Man habe sich lange Gedanken gemacht, wie man den Breitbandausbau in der Kernstadt angehen wolle, sagte der Bürgermeister. Schließlich sei schnelles Internet ein wesentlicher Faktor bei der Wohnortwahl und damit auch für den Verkauf von Bauplätzen in den Neubaugebieten. „Glasfaser ist die Technologie, die die zukünftig benötigten Datenmengen transportieren kann. Ein Anschluss in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus ist genauso wichtig wie ein Anschluss an Strom, Wasser oder Gas und steigert gleichzeitig den Wert der Immobilie.“ In den Ortsteilen, in denen Dorferneuerungen durchgeführt wurden, sei Glasfaser schon nutzbar. Zuber: „Manch städtischer Bürger blickt neidisch aufs Dorf.“

Dass Münchberg gemeinsam mit Weißenstadt zu den ersten Städten in der Region gehört, in denen die Telekom auf eigene Kosten den Breitbandausbau realisiert, sei auch ein Dank für die sehr gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren, sagte Andreas Rudloff. Damit hätten jetzt die Münchberger die Chance auf einen kostenlosen Glasfaseranschluss. Wichtig sei aber, dass der Bürger aktiv wird: „Der Anschluss kommt nicht von allein. Unsere Baufirma braucht dafür das Einverständnis der Eigentümer, weil bei den Arbeiten privater Grund betreten werden muss. Ohne Genehmigung wird das Glasfaser-Kabel im Gehweg lediglich am Haus vorbeigeführt.“

Marion Thüngen sagt dazu, dass es schade wäre, wenn die Anlieger nicht von der neuen Geschwindigkeit und Stabilität des Netzes profitieren. „Die Erschließung klappt dort am besten, wo die Kommunen dahinterstehen.“ Wer bis zum 1. September dieses Jahres einen Telekom-Glasfasertarif bei der Telekom bucht, bekommt den Hausanschluss kostenfrei.

Am kommenden Montag, 25. April, findet um 19 Uhr unter www.magenta-iv.de eine digitale Info-Veranstaltung statt, dazu lädt Marion Thüngen alle Münchberger ein. Sie selbst stellt in dieser Veranstaltung das Ausbauvorhaben und die Voraussetzungen für den Glasfaseranschluss vor.

Thüngen betont, dass man sich bei Besuchen von Beratern immer die Ausweise zeigen lassen sollten, es könnten auch „Trittbrettfahrer“ unterwegs sein. Auch bei der Stadt Münchberg könnte man sich über die Werber erkundigen.

Regionalmanager Andreas Rudloff verspricht, dass der Ausbau so schnell wie möglich stattfinden soll.

 

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