Grafengehaig - Es hatte sich im Dorf herumgesprochen, dass Fabian Hopp am Samstag zurückkommen wird. Drei Jahre und drei Monate war der 25-Jährige auf der Walz. Und so versammelten sich die Familie, Freunde und Bekannte trotz Nebels und nasskaltem Wetter am Ortseingang, um den "verlorenen Sohn" wieder in die Dorfgemeinschaft aufzunehmen. Dabei waren auch ehemalige Arbeitskollegen um Meister Günther Leykam aus Krumme Fohre, wo Hopp das Zimmerer-Handwerk gelernt hatte, bevor er in die weite Welt ausgezogen war. Sie wurden gebraucht, um den Wandergesellen wieder in die heimische Zunft - im wahrsten Sinn des Wortes - aufzufangen. Mit Gesang - nicht schön, aber laut - bewegte sich schließlich eine Gruppe dunkler Gestalten auf das Ortsschild zu. In dunkler Cord-Kluft mit weit ausgestellten Hosenbeinen, doppelreihigen Westen, darüber Jacken unterschiedlicher Form bis hin zum Frack. Auf dem Kopf schwarze Hüte mit breiter Krempe, Zylinder oder Melonen. Sie brachten ihren Zunftbruder in seinen Heimatort zurück, dem er sich in der Zeit seiner Wanderschaft auf höchstens 60 Kilometer hatte nähern dürfen.
Grafengehaig Nach drei Jahren zurück
Klaus Klaschka 29.01.2019 - 18:42 Uhr