Im Fichtelgebirge Eine Sommerlounge der Superlative

, aktualisiert am 05.08.2022 - 11:06 Uhr

Das Fichtelgebirge feiert sich: Tausende Besucher, zweihundert Helfer und hundert Aussteller  machen das riesige  Begegnungsfest im kleinen Brand in der Oberpfalz zur „schönsten Sommerlounge bisher“, wie  Gäste und Verantwortliche  versichern.

So  heiß, so voll, so toll: Das 1200-Seelen-Dorf  Brand platzte am Donnerstag trotz der Gluthitze aus allen Nähten. Nicht einmal während des bekannten Schaffestes   wird  in dem kleinen Örtchen im Landkreis Tirschenreuth so viel  geboten. Auch Bürgermeister Bernhard Schindler ist überwältigt: „Das ist unser Fichtelgebirge, das sind unsere Leute – darauf können wir stolz sein.“

Sogar Sibylle Kießling, Hauptorganisatorin aller acht bisherigen Sommerlounges, hatte ein dickes Lob für all diejenigen, die zum Gelingen dieses  ersten Begegnungsfestes in der Oberpfalz beigetragen haben: „Ihr toppt alles“,  konstatierte die „treibende Kraft“  des Fördervereins Fichtelgebirge. Die Verantwortlichen in Brand entwickelten  1000 Ideen, um die  seit  2019 geplante Riesen-After-Work-Party umzusetzen, sagte Kießling. „So viel Spaß, so viel  Engagement“ führten nun zum Erfolg.

„Es war die schönste Sommerlounge bisher“, schwärmte Moderator Jens Stenglein. Gäste wie Verantwortliche bestätigen dies. 

 Aber während der aktuellen Brander Sommerlounge ist vor der kommenden in Selb, die 2023 eingebunden wird in die deutsch-tschechischen Freundschaftswochen. Die Staffelübergabe   war am Donnerstag äußerst spektakulär: Fliegende Fallschirm-Boten  lieferten  das Plakat für die nächste   Sommerlounge, das        Selbs Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch am Abend  bekam.  

Schon am Nachmittag strömten massenhaft Besucher nach Brand – trotz  35 Grad im Schatten. Das ist auch Michael Brucker zu verdanken, der für das größte  Familienprogramm aller Sommerlounges sorgte.  An 30 Stationen schlugen Kinderherzen höher. Außerdem gab es zahlreiche weitere Aktionen wie    Mitmach-, Kasperle- und Schattentheater,  „Eine-Welt-Parcours mit ökologischem Fußabdruck“, Führungen durchs Städtebau-Projekt „schwebendes Schlachthaus“,  Wanderungen und Konzerte.   Täuschend echt mimte Markus König von der Theatergruppe den „großen Sohn der kleinen Gemeinde“,  den   1873  in Brand geborenen Komponisten Max Reger.

Eine Bürogemeinschaft der  besonderen Art lud ins denkmalgeschützte Goberhaus von 1794 ein. Im Herzen ihres kleinen Heimatort es  machen CSU-Europaabgeordneter Christian Doleschal und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß  große Politik. Viele Gäste nutzten   die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den  beiden Politikern.

Nicht allein schwitzen mussten auch die Aussteller an über 100 Ständen. Ob bei  Hoteliers, Unternehmern   oder Vertretern von  Gemeinden, Landkreisen, Kultur, Tourismus, Technik oder Sozialem: Dicht an dicht drängten sich die Interessierten durch die  Angebotspalette, um Taschen voll mit  Infomaterial und Werbegeschenken  nach Hause zu schleppen.  

Mit etwas Glück  war sogar ein Losgewinn dabei. Diesmal lockte die  Benefiz-Tombola   mit einzigartigen  Erlebnissen im Fichtelgebirge. Der Hauptpreis, ein Ghost-Bike samt Erlebnis-Tour, ging an Sabrina Kurz aus Speichersdorf im Landkreis Bayreuth.

„Vernetzen. Entwickeln. Umsetzen“ lautet das  Motto des Fördervereins Fichtelgebirge seit der Gründung 2012. Inzwischen haben sich Image und Zusammenhalt deutlich verbessert – sogar über Landkreisgrenzen hinweg. „Mit unseren Nachbarn gemeinsam  sind wir richtig, richtig stark“, betonte der Wunsiedler Landrat Peter Berek;   seine Kollegen aus Tirschenreuth und Bayreuth,  Roland Grillmeier  und Florian Wiedemann, bliesen ins gleiche Horn.

 Das kulinarische Angebot für die  Sommerlounge der Superlative  kam selbstverständlich auch aus dem Fichtelgebirge:  Zehn Essens- und fünf Getränkeanbieter  offerierten  Köstlichkeiten aus allen drei  Landkreisen. 200 Brander sorgten  „mit Herzblut“ unter Regie des   FGV-Vorsitzenden Stefan Jungnickl dafür, dass alle zufrieden waren. „Wir machen das sehr  gerne für unsere Region, um deutlich zu zeigen: Trotz aller  aktueller Probleme gibt es immer noch viel Schönes.“

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