Großprojekt Umgehung kommt stückchenweise

Die Ortsumfahrung von Waldershof entsteht in Abschnitten. Nächstes Jahr sind das 400 Meter lange Teilstück vom Kreisverkehr zur Bahn und die Kösseinebrücke an der Reihe.

Waldershof - Es tut sich was auf der Baustelle in der Nähe des Kösseinebades. Sie ist ein Teilbereich für die Waldershofer Ortsumgehung, die in fünf bis sechs Jahren abgeschlossen sein soll. Zurzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Brückenbau über die Kösseine. Beim Pressegespräch am Dienstag im Waldershofer Rathaus machte Baudirektor Tobias Bäumler vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach deutlich, dass die Ortsumgehung auf einem guten Weg sei: „Das Projekt wird in verschiedenen Teilbereichen nach und nach realisiert. Alle von außen geäußerten Befürchtungen, dass die Ortsumgehung in der Schwebe sei, entsprechen nicht den Tatsachen. Fakt ist, dass bereits Teilmaßnahmen umgesetzt sind und die Finanzierung gesichert ist“, sagte Bäumler, der im Bauamt die Nachfolge von Henner Wasmuth angetreten hat. Bereits abgeschlossen ist der Bau der Unterführung für Fußgänger und Radfahrer am Kreisverkehr.

Die nächsten beiden Abschnitte, die im kommenden Jahr gebaut werden, sind das 400 Meter lange Straßen-Teilstück vom Kreisverkehr bis zur Bahn, das zwischen den Gebäuden der Firma Cube verläuft , sowie die Brücke über die Kösseine auf der Höhe des Kösseinebades. Bäumler und der für den Landkreis Tirschenreuth zuständige Sachbearbeiter Gerhard Kederer erläuterten, dass der Bereich zwischen den Bahnlinien nächstes Jahr geplant und in den Jahren 2023 und 2024 gebaut werde. Erst im letzten Arbeitsschritt – frühestens im Jahr 2025 – werden die Bahnunterführung am Cube-Gelände und die Bahnüberführung kurz vor der Staatsstraße die Lücken in der Umgehung schließen.

Letzte Etappe frühestens 2025

Kosten liegen bei gut 32 Millionen Euro

Die Kosten für die 3,4 Kilometer lange Ortsumgehung werden mit 32,2 Millionen Euro beziffert. „Wir gehen davon aus, dass wir mit dieser Summe hinkommen“, ist Baudirektor Tobias Bäumler zuversichtlich.

Bürgermeisterin Margit Bayer erinnerte an 40 Jahre Diskussionen, Planungen und Umplanungen. Sie ist überzeugt, dass dieses infrastrukturelle Großprojekt der Stadt in vielfacher Hinsicht Nutzen bietet. „Wenn der tägliche Durchgangsverkehr mit etwa 14 000 Fahrzeugen der Vergangenheit angehört, wird es vor allem für den Marktbereich eine wesentliche Erhöhung der Lebensqualität geben“, freut sich die Rathauschefin. Die Stadt müsse nun die Planungen für die Neugestaltung des Marktes und der angrenzenden Bereiche unter Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten vorantreiben, Investoren finden, selbst aktiv werden – und die privaten Immobilienbesitzer zum Handeln bewegen.

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