Ein Christbaum, der auf dem Kopf steht? „Das ist Kunstfreiheit“, erklärt Stefan Frank. Der Geschäftsführer des JuKu-Mobils, mit dem die Arzberger Maximilian-von-Bauernfeind-Grundschule eine Partnerschaft in Sachen Kunst pflegt, steht am Zaun des TSA-Grundstücks in der Egerstraße und bewundert dort bunte und auffällige Plakate, die alle möglichen Motive zeigen. Frank ist zusammen mit 150 Kindern, ihren Lehrerinnen, Bürgermeister Stefan Göcking, Künstlerin Annette Hähnlein sowie Ursula Schweers und Ulrich Frey vom Runden Tisch für Demokratie und Toleranz gekommen, um eine besondere Kunstaktion abzuschließen. Eine Woche lang hatte das Thema „Frieden“ im Mittelpunkt gestanden, das ins Gestalten der bunten Fahnen mündete.„Frieden, Peace, Mir“: In unterschiedlichen Sprachen haben die Kinder auf ein Plakat geschrieben, worum es bei der Kunstaktion ging. Dabei stand aber laut Barbara Zißler-Medick nicht das Ziel im Vordergrund, möglichst viele Friedenssymbole auf die Plakate zu zeichnen, sondern die Aufgabe, gemeinschaftlich und harmonisch an den Fahnen zu arbeiten. „Es ging auch darum, eigene Ideen ein Stück weit zurückzunehmen, die Vorarbeit anderer wohlwollend in das Gesamtkunstwerk einzubetten und jedem den Raum auf der Fahne zu geben, den er benötigt. „Niemand durfte verdrängt oder übermalt werden, egal, wie unterschiedlich die Kinder sind“, sagt die Schulleiterin.