Im aktuellen stern, der an diesem Donnerstag erscheint, erklärt der Musiker erstmals, dass solche Themen für ihn in Rap-Songs nicht mehr vorkommen werden: "Das macht man nicht." Er habe sich zwar schon zuvor für die Zeilen entschuldigt, so Kollegah, aber das wirkliche Ausmaß seines Fehltrittes sei ihm nach seinem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz bewusst geworden. Kollegah und sein Musiker-Kollege Farid Bang hatten im Sommer auf Einladung des Komitees der Gedenkstätte Auschwitz besucht. "Wenn Sie dort stehen und das mit eigenen Augen sehen, was Sie nur aus Dokumentationen oder Büchern kennen; wenn Sie auf einem dieser Wachtürme stehen, die Gleise von Birkenau sehen und sich den Rauch vorstellen, der aus den Öfen kam, dann denkt jeder, dass er wenig über das Ausmaß wusste. Diese Vernichtungsfabrik zu sehen und darin herumzulaufen ist etwas völlig anderes, als Bücher darüber zu lesen", sagt Kollegah im stern-Interview. "Der Besuch war eine aufwühlende, klärende Erfahrung für mich."