Hammerwurf Deutsche Meisterschaft nur als Zwischenstation

Merlin Hummel Foto:  

U 20-Hammerwerfer Merlin Hummel geht an diesem Wochenende in Braunschweig bei den Männern an den Start. Die Blicke des Kulmbachers richten sich aber vor allem auf die WM in Kenia.

Kulmbach - Mit einem klassischen Aufbaujahr hatte Merlin Hummel Anfang 2020 gerechnet. In seinem ersten U 20-Jahr wollte sich der damals 18-jährige Hammerwerfer des UAC Kulmbach lediglich an die Anforderungen bei den Größeren gewöhnen. Was folgte, ist bekannt: Bei den deutschen U 20-Titelkämpfen holte Hummel Gold, bei den deutschen Meisterschaften der Männer Silber. Und er heimste Ende des Jahres auch noch den Titel „Leichtathlet des Jahres 2020 der männlichen Jugend“ ein. Eine Fortsetzung der Erfolgsstory des jetzt 19-jährigen Abiturienten folgte vor zwei Wochen bei einem Testwettkampf im Odenwald, als er mit 79,66 Metern eine neue Weltjahresbestleistung der U 20-Hammerwerfer aufgestellt hat.

Gut in Form

Die Form scheint also bereits zu passen für die am kommenden Wochenende in Braunschweig stattfindende deutsche Meisterschaft der Männer. Hummel selbst wiegelt aber ein wenig ab. „Ich komme nächstes Jahr ja erst in die U 23 und danach in die Männerklasse. Aber mal schauen, was geht.“ Die nationalen Titelkämpfe sieht er ohnehin eher als Zwischenstation für die U 20-EM im Juli in Estland und die im August in Kenia stattfindende WM seiner Altersklasse. Die WM sei für ihn der Saisonhöhepunkt, sagt Hummel. „Darauf ist auch mein Training aufgebaut. Ich arbeite gerade noch an kleinen Technikverbesserungen. Im Moment habe ich noch nicht mein Top-Niveau.“ Und „nebenbei“ arbeitet der Kader-Athlet der Werfer-Trainingsgruppe der Rasenkraftsportler des TSV Stadtsteinach und der Leichtathleten des UAC Kulmbach auch noch am Abitur. Was für Hummel aber nicht das große Problem sein soll in Sachen Vorbereitung für den ganz großen Wurf bei der Weltmeisterschaft. „Das Training ist für mich der richtige Ausgleich zum Lernen. Wenn nichts mehr in den Kopf reingeht, ist Sport genau das, was man braucht.“ Andreas Pöhner

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