Hof Amanda ist jetzt Esel-Patin

Bauchredner Sebastian Reich ist mit seiner Nilpferd-Dame zu Gast in der Saalestadt. Beide unterstützen den Hofer Zoo.

Hof - Ein besonderer Gast hatte sich für Mittwoch im Hofer Zoo angekündigt. Der Würzburger Bauchredner Sebastian Reich und seine selbstbewusste Partnerin Amanda besuchen den Hofer Zoo. Zooleiterin Sandra Dollhäupl und die beiden Vorsitzenden vom Zoo-Trägerverein, Andrea Steiner und Ulrike Kolb, sind begeistert. Kommen doch zwei in ganz Deutschland bekannte Künstler nach Hof, um eine Patenschaft zu übernehmen. Ausgesucht hat sich Amanda das Hofer Eselchen Apollo 13, das damit jetzt eine berühmte Patin hat. Nach einer feierlichen Urkundenübergabe, einer Kurzshow vor etwa 300 Amanda- und Sebastian-Fans sowie einer Autogrammstunde darf sich Amanda jetzt Eselpatin nennen.

Er ist klein, hat graue Schläfen, lange Wimpern und einen hübschen Pony. Alle Männer seien jetzt abgemeldet, denn Amanda habe sich in Apollo 13 verliebt. "So ein Tag, so wunderschön wie heute", singt sie voller Inbrunst zur Freude der vielen Zuschauer. Nun ist Herr Esel, ihr Partner im aktuellen Programm "Glückskeks", endgültig chancenlos, denn die beiden mochten sich sowieso noch nie so richtig. Das Hofer Eselchen mag sie schon, nur die mitgebrachten Möhren darf er wegen der noch kleinen Zähne nicht fressen. "Die geben wir dem Rest der Herde", sagt Zooleiterin Sandra Dollhäupl.

Apollo 13 ist am Ostersonntag 2019 geboren und lebt noch bei seiner Mutter Desdemona. Ob Amanda da echte Chancen hat? Auf jeden Fall ist sie jetzt seine Patin. Den Namen Apollo 13 für den kleinen Esel haben die Tierpfleger ausgesucht. Das Tier in dem Film "Der Schuh des Manitu" habe sie inspiriert.

Wieso Hof? Bei Fahrten zu Auftritten sei er öfter durch die Region gefahren, habe das Hinweisschild "Zoo" gesehen und über Bekannte von dem familiären, überschaubaren Zoo gehört. Sandra und Peter Gattaut kennen Reich und Zoo, so lag es nahe, dass sie beide für diesen besonderen Tag zusammenbrachten. So kam es, dass das Nilpferd mit Chauffeur, wie Amanda Sebastian Reich nennt, zu einem Kurzbesuch in die Saalestadt reisten und Hippo-Fröhlichkeit verbreiteten.

Inspiriert von seinem Opa, übte bereits ein sechsjähriger Sebastian Reich das Reden mit dem Bauch. Seit 2002 steht er auf der Bühne, anfangs mit gefiederten Gesellen, später dann mit dem vorwitzigen Nilpferd. Sie sind Stammgast in Veithöchsheim und gern gesehene Gäste auf vielen Bühnen, auch in Hof.

Bei so viel Erfolg hat die kleine Nilpferddame ein Eigenleben entwickelt. Das Staunen lässt vergessen, dass da eigentlich ein Mensch für das Tier spricht und Kopf und Arme bewegt. Beide sind einfach für alle Gruppen unterhaltsam. "Gruppen wie Große und Kleine, die Schönen und Interessanten, die Schlanken und die Weight Watchers, die Verheirateten und die Glücklichen", wie Amanda bei ihrer Begrüßung und einem Blick in die Runde feststellt.

Amanda sei aber immer noch auf der Suche nach "Mister Right", verrät Sebastian Reich, der wortgewitzte, brillant improvisierende Künstler. Nur ein Kurzauftritt von der Nilpferd-Puppe und dem Bauchredner ist im Hofer Zoo geplant, trotzdem blitzen seine enormen Fertigkeiten als Bauchredner auf. Lippenbewegungen, die keiner bemerkt, witzige Unterhaltungen und ein Lied, das viele nicht nur wegen der Hitze dahinschmelzen lässt, sorgen für gute Unterhaltung.

Bei all den Gesprächen mit seiner Dame vergisst Reich nie das Publikum. Als sich während seiner Kurzshow vor der Zoo-Gaststätte ein Mann namens Horst in der ersten Reihe meldet, wird dieser Teil des Programms. "Ich dreh durch, Horst, hast du dich verändert", jubelt Amanda, die eingangs etwas gereizt war. "Ich habe Hunger", beschwert sie sich bei Sebastian und droht ihm damit, dass er künftig im Affengehege sitzen müsse.

Viel zu kurz weilen sie in Hof - aber ein Lichtblick am Ende des Eselgeheges ist zu sehen: Amanda komme wieder, verspricht sie, um ihren Paten-Esel zu besuchen. Zahlreich bejubelt verabschieden sich beide von ihren Fans. "Ihr wart ein tolles Publikum, bleibt dem Zoo in Hof treu", ruft Sebastian Reich zum Abschied den Applaudierenden zu.

 
 

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