Hof/Landkreis - "53 neue Beamte für Oberfranken", "53 neue Beamte für die Oberpfalz" und "120 neue Beamte für die Münchner Polizei": Derartige Meldungen sind im Dezember durch die Medien im Freistaat gegangen. Da hatte Innenminister Joachim Herrmann stolz von einer "Rekordpersonalzuteilung" gesprochen. Und tatsächlich: Mit den etwa 1700 neuen Beamten, die der Freistaat in diesem Jahr einstellt, ist wirklich ein Höchststand erreicht. Doch die oben genannten Zahlen sind freilich nur ein Bruchteil jener Gesamtstärke: "Die Neueinstellungen versickern im Verwaltungsapparat in München oder an anderen Stellen. In der Fläche - und in der tagtäglichen Schicht-Besetzung - kommt kaum noch etwas an", moniert Carsten Schübel, Kreisvorsitzender bei der Deutschen Polizeigewerkschaft Hof. Dieses Problem ist nicht neu; seit Jahren weisen Polizeigewerkschaften und Lokalpolitik auf jenen Missstand hin. Dass der nun auch in der nächsten Zuteilungsrunde im März derart ausgeprägt ausfällt, überrascht die Beteiligten dann aber doch.
Hof Der große Wurf bleibt aus
Christoph Plass 11.01.2019 - 19:58 Uhr