Hof Der "Wanderbub" ist wieder fit

Sieben Monate nach dem Brandanschlag sind die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen. Ende April rückt die Hummel-Figur wieder ins Zentrum des Unterwohlsbacher Kreisels. Eine Kamera überwacht dann das Umfeld.

Rödental - Die Wunden sind verheilt, der Patient wieder vorzeigbar: Der bei einem Brandanschlag in der Nacht des 17. Septembers 2011 erheblich beschädigte "Wanderbub" am Unterwohlsbacher Kreisel kehrt bald an seinen angestammten Platz zurück. "Das passiert bei der Sitzung des Bau- und Umweltsenats am 25. April", teilte der Rödentaler Bürgermeister Gerhard Preß der Neuen Presse am Mittwoch auf Anfrage mit.

Die Attacke auf den vorwiegend aus Glasfaser gefertigten "Wanderbub" in Lebensgröße löste damals eine Welle der Empörung aus. Unbekannte hatten im Schutz der Nacht die rechte Gesichtshälfte der Symbolfigur der "Hummelstadt Rödental" angezündet und den Regenschirm weggebrochen. Als die um 1.32 Uhr alarmierte Feuerwehr Rödental wenig später am Kreisel eintrifft, sind die Flammen schon erloschen. Laut Einsatzbericht musste lediglich noch einigen glimmenden Stellen mit der Kübelspritze der Garaus gemacht werden.

Zur Ergreifung des oder der Täter setzte die Stadt spontan eine Belohnung aus. Zahlreiche Rödentaler und ortsansässige Firmen stockten den Betrag auf 5000 Euro auf. Gleichwohl gelang es den Beamten der Polizei Neustadt nicht, den oder die "Attentäter" zu ermitteln. "Es gab zwar einige vage Hinweise auf der Bevölkerung, die jedoch zu keinem Ergebnis geführt haben", bedauert Hauptkommissar Ulrich Switon.

Inzwischen ist der "Wanderbub" bei der Bad Rodacher Hofmann GmbH einer Schönheitsoperation unterzogen worden. Zwischengelagert im Bauhof, rückt die Hummelfigur in zwei Wochen wieder ins Zentrum des Unterwohlsbacher Kreisels. "Künftig ist der Standort beleuchtet und mit einer Überwachungskamera versehen", sagt Bürgermeister Preß. Diese Sicherungsmaßnahmen sollen Wiederholungstäter abschrecken.

Es gab einige vage Hinweise. Aber der oder die Täter waren nicht zu ermitteln.

Hauptkommissar Ulrich Switon


5000 Euro Schaden

Die Sanierung des "Wanderbub" hat nach Angaben von Bürgermeister Gerhard Preß rund 5000 Euro gekostet.

Die überwiegend aus Glasfaser gefertigte und lebensgroße Figur ist eine Nachbildung des "Wanderbubs" am Haupteingang des Goebel-Werks.

Das Motiv gehört zu den Bestsellern. Der "Wanderbub" ist bei den Sammlern eine der beliebtesten Hummelfiguren.


 

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