Hof - Giuseppe Verdi war kein Mann des Glaubens. Warum er in seinem Requiem so vertieft, so gefühlsstark in die musikalische Zwiesprache mit Gott geht, weiß man nicht. "Gut so", findet das Hermann Bäumer, Conductor in Residence der Hofer Symphoniker. Das Unbekannte fordert Fantasie. Weshalb Enoch zu Guttenberg, langjähriger Ehrendirigent des Hofer Orchesters, mit dem Requiem seiner Verbindung zu den Symphonikern einen Anfang gab, auch das weiß keiner mehr. Nun, am 28. Juni, schließt Bäumer in der Michaeliskirche in Hof den Kreis und erinnert mit dem Verdi-Requiem an Guttenberg, der am 15. Juni vergangenen Jahres überraschend starb.