Hof/Landkreis – Wie ausführlich berichtet, standen für den Erwerb von maroden Gebäuden sowie für deren Abriss oder Sanierung 90 Prozent Förderung des Freistaats in Aussicht. Für den allergrößten Teil der Maßnahmen, mit denen sich die Kommunen beworben hatten, gab Bayreuth nun grünes Licht.

107 Projekte hatten die Kommunen des Landkreises an die Regierung gemeldet. 99 davon sind jetzt genehmigt worden – 42 noch für eine Umsetzung für dieses Jahr, weitere 57 innerhalb der nächsten drei Jahre. Darunter sind unter anderem die Modernisierung eines Teilstücks der Alten Weberei in Helmbrechts, ein Gebäude-Erwerb für einen Abriss in der Hauptstraße in Köditz oder der Grunderwerb des Bahnhofs Oberkotzau.

Die Stadt Hof hatte sich mit 17 Projekten im Rahmen der Städtebauförderung bei der Regierung beworben. 15 davon sind nun genehmigt worden. Neben dem Abriss des Zentralkaufs, des Petit Paris in der Landwehrstraße oder dem Silo am Silberberg gehören dazu auch die Gebäude der ehemaligen Bürgerbräu und der alten Zeltbräu.

„Die Staatsregierung gibt einem ja nicht oft die Gelegenheit, sie zu loben, aber in diesem Fall muss ich sagen: Das ist einfach ein gutes Programm!“, sagte am Freitag SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt. Er hatte, beinahe zeitgleich mit der Regierung von Oberfranken, die Medien über das Okay aus Bayreuth informiert. Die Regierung schüttet damit – siehe auch Seite Regionale Wirtschaft in dieser Ausgabe – ein Füllhorn von etwa 20 Millionen Euro für städtebauliche Verbesserungen in der Region aus. Insgesamt werden in Nordostbayern 390 Projekte gefördert, fast ein Drittel davon in Stadt und Landkreis Hof.
Die Vorhaben, die bislang nicht auf der Liste der Regierung stehen, sind nicht zwangsläufig abgelehnt: Ähnliche Vorhaben, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Städtebauförderung, sondern in den der Dorferneuerung fallen, werden vom Amt für Ländliche Entwicklung bearbeitet. Das Ergebnis steht noch aus.