Hof - Damit verbunden sind Verunreinigungen vor allem der Liegewiesen. Aber auch die Wasserqualität und die allgemeinen hygienischen Bedingungen in und um das Gewässer verändern sich auf lange Sicht, wenn die Population der Gänse weiter ansteigt.
Ein Grund für die vermehrte Ansammlung der Tiere in bestimmten Bereichen ist laut einem Pressebericht der Stadt Hof auch die Fütterung der Gänse durch Spaziergänger und Seebesucher. Auch wenn das Füttern der Tiere gut gemeint und vor allem für Kinder ein Erlebnis ist, sollte es dennoch unterlassen werden, um nicht noch mehr Gänse an den Untreusee zu locken und so die Anzahl der Tiere und die Verschmutzungen weiter zu erhöhen. Wildvögel müssen nicht gefüttert werden, sie finden ausreichend selbst Nahrung.
Ein ähnliches Problem gab es im Bereich des Untreusees bereits vor einigen Jahren durch Enten, die durch Füttern vermehrt in die so genannte Intensivzone angelockt wurden. Die Folge damals: Durch vermehrten Fäkalausstoß der Tiere war im Untreusee eine Konzentration von giftbildenden Cyanobakterien festgestellt worden, die eine Warnung der Badegäste erforderlich machte. Für Enten gilt seither ein Fütterungsverbot im Bereich des Untreusees – mit einer merklichen Verbesserung der Wasserqualität und der allgemeinen Sauberkeit.
Die Stadt Hof beabsichtigt aufgrund der aktuellen Entwicklung und der Erfahrungen der Vergangenheit, das Fütterungsverbot auf alle Wasservögel auszudehnen. Da diese Änderung durch den Stadtrat beschlossen werden muss und die Gänse in absehbarer Zeit in ihr Winterquartier ziehen werden, wird die neue Regelung vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates voraussichtlich erst im Frühjahr 2017 in Kraft treten.
Hof Mehr Gänse am Untreusee: Füttern der Tiere sollte unterlassen werden
Redaktion 31.08.2016 - 13:23 Uhr