Das klingt nach nicht viel, Dr. Maximilian Dietrich, einer der Initiatoren, geht aber davon aus, dass es mehr werden. "Es spricht sich unter den Kollegen immer mehr herum, dass es uns gibt", sagt er. Auch die Abläufe und Regeln seien inzwischen den meisten vertraut. Die Praxis behandelt Patienten mit einer Grunderkrankung, die positiv auf Covid-19 getestet wurden oder im Verdacht stehen, infiziert zu sein. Dietrich: "Der Klassiker: ein Krebskranker mit Corona, den der Hausarzt wegen der Ansteckungsgefahr nicht in seiner Praxis behandeln kann, aber von dem er unbedingt eine Blutuntersuchung braucht." Es geht ausschließlich um Patienten, die von ihrem Hausarzt in die Freiheitshalle geschickt werden. Steht nicht fest, ob ein Patient infiziert ist, ist der Abstrich in der Praxis die Regel. Noch arbeiten Dietrich und seine Kollegin Dr. Libuscha Leykauf in der Infektionspraxis montags bis freitags von 13 bis 14 Uhr unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen; zum Team gehören insgesamt sieben Ärzte, die ihrem Dienst noch nachkommen werden. Nach den jüngsten Lockerungen der Corona-Verordnungen erwartet Dr. Dietrich eine "leicht steigende" Patientenzahl. "Das sagt der gesunde Menschenverstand. Wenn mehr Leute zusammenkommen, werden sich auch mehr anstecken."