Hof - Der demografische Wandel schlägt sich auch in der Polizeistatistik nieder. So passieren in Hof - umgerechnet auf die Zahl der Einwohner - mehr Straftaten als in vergleichbaren Städten etwa in Südbayern. Das liegt aber nicht etwa daran, dass die Hofer so viel krimineller wären als die Menschen anderswo. "Das liegt vor allem am Rückgang der Bevölkerung", erklärt Polizeiinspektionsleiter Klaus Weich. So seien 2012 mit 4417 Delikten nur drei Straftaten mehr verübt worden als im Vorjahr - doch weil in diesem Zeitraum zugleich die Einwohnerzahl um 400 Personen gesunken ist, macht sich das in der Statistik sehr viel deutlicher bemerkbar, als wenn die Einwohnerzahl gleich geblieben wäre. Für Klaus Weich liegt darin noch ein weiterer Aspekt: "Oft meinen die Oberbayern, im ländlichen Raum braucht es weniger Polizei", sagt er. "Das stimmt natürlich nicht." Eine Rolle spielt dabei, dass Rauschgift-Delikte - insbesondere Crystal - zu höheren Fallzahlen führen. In Südwestbayern zum Beispiel ist diese Droge, die auch in tschechischen Drogenküchen fabriziert wird, noch gar nicht angekommen.
Hof Polizei mit Spitzenquote
Von Andrea Hofmann 20.04.2013 - 00:00 Uhr