Einer dafür, einer dagegen, einer hält sich bedeckt: Der Süd-Ost-Link, die geplante Stromtrasse durch die Region, bietet Streitpotenzial. "Die Trasse ist notwendig", sagte Klaus Adelt. Wenn man auf regenerative Energie setze und Atomkraftwerke ausschalte, dann müsse die Versorgung sichergestellt sein. Er meinte aber auch: "Ich habe von Anfang an gesagt, wenn die Trasse kommt, dann mindestens 350 Meter weg von der Bevölkerung." Grundsätzlich infrage stellt Klaus Horn die Gleichstromtrasse. "Die Energiepolitik muss auf Dezentralisierung setzen", sagte der Liberale. Dazu betonte er, dass die Region ihr Soll erfüllt habe. Man produziere hier mehr Strom als man verbraucht, in Rehau säßen inzwischen energieautarke Unternehmen. "Wir brauchen die Trasse nicht", machte er klar. Landrat Oliver Bär reagierte gelassen, auf die Frage, weshalb sich der Landkreis Hof nicht der Klage des Nachbarlandkreises Wunsiedel gegen die Trasse anschließe. Bär, Jurist, entgegnete, dass Wunsiedel gewissermaßen klagt, um klagen zu dürfen - was nicht sicher sei. "Nach dem Planfeststellungsverfahren sind Klagen möglich", sagte Bär. Dies warte man ab, man halte sich also alle juristischen Türen offen.